Für bestimmten spezielle technische Einsatzlagen, wie bei Gebäude-, Wand- oder Deckeneinstürzen ist das sogenannte „breaking & breaching“ erforderlich. Letzteres bezeichnet das technische Eindringen in Gesteins- bzw. bauliche Strukturen.

Beim Technischen Zug werden für diese Sonderlagen u.a. elektrische Bohr-, Schlag- und Abbruchhämmer, aber auch Trennschleifer mit Spezialtrennscheiben für den Naß- und Trockenschnitt in Beton vorgehalten.

Die Bohr- und Schlaghämmer haben zwei verschiedene einsatztaktische Funktionen:

Mit der „Schlagfunktion“ können u.a.
- Wand- und Mauerdurchbrüche durchgeführt werden,
- Trümmer aus Natur- und Kunststeinen, wie Mauerwerk oder Beton zerkleinert werden.

Hierfür stehen sog. Flach-, Spitz- und Hohlmeißel bzw. Kanalmeißel in verschiedenen Stärken und Längen bis 550mm Länge zur Verfügung.

Mit der „Bohrfunktion“ können z.B. Bohrlöcher für
- den Einsatz von Spaltwerkzeugen für die Öffnung in Wänden zur technischen Rettung von Personen geschaffen werden,
- die Zuführung von Frischluft nach Wand- oder Gebäudeeinstürzen (z.B. bei versperrten Räumen),
- Öffnungen von Endoskop- oder Snake-Eye-Kameras zur Erkundung,
- die Brandbekämpfung bei Schwelbränden in Wänden, zum Einbringen von geeignetem Löschmittel oder Netzmittel über wasserführende Armaturen,
- den Einsatz von Löschnägeln, wie z.B. bei Dehnungsfugenbränden,
- die Schaffung von Verankerungsmöglichkeiten in Mauerwerk und Beton dienen.

Hierfür stehen Bohrer in verschiedenen Stärken und Längen zu Verfügung, darunter sog. Hammerbohrer und Spiral- bzw. Wendelbohrer mit Eindringtiefen bis zu 800m.

Die Abbruchhämmer sind hingegen speziell für Deckendurchbrüche geeignet.

      

      

Hamburg-Eimsbüttel, Personen verschüttet, 18.03.2020

Am frühen Mittwochnachmittag wurde die FF Eppendorf mit dem gesamten Technischen Zug erneut mit diversen weiteren Einsatzkräften zu einer verschütteten Person alarmiert. Gemeldet war ein Tiefbauunfall im Stadtteil Eimsbüttel. Ein Arbeiter war nach Aufgrabungsarbeiten in ca. 3m Tiefe direkt an der Hauswand bis zum Hals verschüttet. Die Einsatzstelle befand sich in einem Hinterhof und war nicht mittels DLK oder Saugwagen zu erreichen. Wir waren mit 16 Einsatzkräften vor Ort, um personal- und materialintensiv eine Abstützung des Grabenverbaus, Ausgrabungen auf engstem Raum und weitere Sicherungsmaßnahmen gegen Abrutschen und Nachsacken, u.a. mittels Bodenplatten, Pallhölzern, Windenstützen und sog. Grabentafeln durchzuführen.

Zudem wurden zwei hydraulische Rettungsgeräte eingesetzt und ein Rollgliss über eine 3-tlg. Steckleiter mit Rettungswindel als Redundanz für eine technische Rettung vorbereitet. Nach ca. 2 Std. intensiver Rettungsarbeiten und Ausgrabungen mit Klappspaten auf engstem Raum, konnte der Arbeiter durch die anwesenden Einsatzkräfte gerettet und an den Notarzt des RTH Christ. 29 übergeben werden. Insgesamt waren wir inkl. Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft rund 4 Std. im Einsatz.

      

    

Mit freundlicher Genehmigung von Marco Zitzow, Michael Arning, Sebastian Peters

Pressebericht der Feuerwehr Hamburg: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/4550468

Hamburg-St. Pauli, Einsturz, 17.03.2020

Am Dienstagnachmittag wurde der TZ Eppendorf mit diversen weiteren Einsatzkräften in den Stadtteil St. Pauli alarmiert, ein Baugerüst und Teile der Fassade eines Neubaus waren eingestürzt und hatte 2 Arbeiter unter sich begraben. Wir waren mit einer Stärke von 18 Einsatzkräften und allen Fahrzeugen samt Anhänger knapp 3 Std. vor Ort personal- und zeitintensiv im Einsatz.

Zum Teil waren wir unter Lebensgefahr bei der Menschenrettung und Bergung eingesetzt, hier mussten u.a mit hydraulischem Rettungsgerät Trümmer weg gespreizt werden und mittels Trennschleifer unter schwerem Atemschutz eine Versorgungsöffnung für den Rettungsdienst durch 5-fach Sicherheitsverglasung geschaffen werden. Eine Person konnte lebend gerettet werden. Bereits an der Einsatzstelle wurde vor dem Abrücken eine konsequente Hygieneprävention umgesetzt.

Nach Rückkehr am FWH mussten wir noch weitere umfangreiche Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen. Insgesamt waren wir rund 5 Std. im Einsatz. 

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Marco Zitzow, Michael Arning.

Pressebericht der Feuerwehr Hamburg: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/4550468

Hamburg-Dulsberg, LKW-Unfall, 09.03.2020

Am frühen Montagnachmittag wurde der Technische Zug der FF Eppendorf mit diversen weiteren Einsatzkräften in den Stadtteil Dulsberg alarmiert, ein Sattelzug sollte verunfallt und der Fahrer eingeklemmt sein. Die Einsatzkräfte der FuRW23 aus Barmbek waren schnell vor Ort und konnten Entwarnung geben. Somit waren wir dort nicht mehr erforderlich.

Hamburg-Niendorf, Baum, 13.03.2020

Am Freitag gegen kurz nach 16:00 Uhr wurde die FF Eppendorf mit Kettensägen und Anschlagmitteln in den Stadtteil Niendorf alarmiert. Die anwesenden Einsatzkräfte samt Zugführer von der FuRW15 aus Stellingen hatten uns wegen zwei Fichten in schwieriger Lage nachgefordert. Eine ca. 12m hohe Fichte war in eine zweite ca. 18m hohe Fichte gefallen und beide Bäume drohten auf ein Einzelhaus, parkende PKW und auf den Fußweg zu stürzen. 

Der Wurzelteller bei dem größeren Baum war bereits frei. Zusammen mit der nachgeforderten DLK der FuRW Stellingen konnte der dieser mittels Kettensäge entastet und partiell nach unten abgetragen werden. Die Gefahr konnte behoben werden. Die Sägemaßnahmen dauerten ca. eineinhalb Stunden. Gegen kurz nach 19:00 Uhr war die Wehr wieder vollständig einsatzbereit.

    

Bilder mit freundlicher Genehmigung von T. Knoop und FFH.

Hamburg-Steilshoop, Baum droht zu fallen, 02.03.2020

Die FF Bramfeld war bereits vor Ort und hatte aufgrund der schwierigen Lage des Baumes die FF Eppendorf mit Seilwinden und Anschlagmitteln zu Sicherungszwecken nachgefordert. Es handelte sich um einen ca. 25m hohen Ahorn mit einem Stammdurchmesser von ca. 60cm in Schräglage auf einem Vereinshaus. Es bestand die Gefahr des unkontrollierten Umstürzens auf den Wanderweg. 

Vor Ort wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt und ausgeleuchtet. Danach wurde der Baum angeschlagen und über die Seilwinde des GKW1 im direkten Zug gesichert. Durch die schwierigen örtlichen Gegebenheiten und Aufstellflächen musste die Seilführung umgelenkt werden. Dafür wurde eine 6,4t-Umlenkrolle samt 6t-Bandschlinge eingesetzt. Danach musste der Baum entgegen seiner Kipprichtung umgezogen werden. Im Anschluss dieser erfolgreichen Maßnahme wurde dieser von zwei Kettensägen zersägt. Weitere Gefährdungen und Schäden konnten erfolgreich verhindert werden. Insgesamt waren wir ehrenamtlich über drei Stunden im Einsatz.

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

Hamburg-Osdorf, Unterstützung, 28.02.2020

Kurz nach Mitternacht wurde der Technische Zug der FF Eppendorf inklusive unseres Lichtmast- und Generatorenanhängers (LIMA/GA 28) in den Stadtteil Osdorf alarmiert. Der vor Ort befindliche Einsatzleiter hatte die Einheit zur Energieversorgung und großflächigen Ausleuchtung nachgefordert.

Der LIMA/GA verblieb nach Einweisung und Betankung dort vor Ort. Unsere Einsatzkräfte waren am frühen Morgen gegen 04:00 Uhr erst wieder zurück im FWH. In den Folgetagen verblieb der LIMA insgesamt rund 88 Std. im annähernden Dauerbetrieb vor Ort. Die FF Eppendorf war mit dem GKW inklusive unserer Elektrofachkräfte dazu mehrfach vor Ort, um zum Einen die tägliche Nachbetankung zu organisieren und zum Anderen eine technische Überprüfung durchzuführen. Nach insgesamt 4 Tagen waren die Maßnahmen für uns beendet. Wir wünschen den Kollegen der FuRW14 alles Gute!

Der Einsatz hat wieder einmal gezeigt wie wichtig es ist Fachkräfte in den verschiedensten technischen Berufszweigen in der Einsatzabteilung der FF Eppendorf zu haben.

Mehr Infos: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/4533889

 

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning