Hamburg-Steilshoop, Baum droht zu fallen, 02.03.2020

Die FF Bramfeld war bereits vor Ort und hatte aufgrund der schwierigen Lage des Baumes die FF Eppendorf mit Seilwinden und Anschlagmitteln zu Sicherungszwecken nachgefordert. Es handelte sich um einen ca. 25m hohen Ahorn mit einem Stammdurchmesser von ca. 60cm in Schräglage auf einem Vereinshaus. Es bestand die Gefahr des unkontrollierten Umstürzens auf den Wanderweg. 

Vor Ort wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt und ausgeleuchtet. Danach wurde der Baum angeschlagen und über die Seilwinde des GKW1 im direkten Zug gesichert. Durch die schwierigen örtlichen Gegebenheiten und Aufstellflächen musste die Seilführung umgelenkt werden. Dafür wurde eine 6,4t-Umlenkrolle samt 6t-Bandschlinge eingesetzt. Danach musste der Baum entgegen seiner Kipprichtung umgezogen werden. Im Anschluss dieser erfolgreichen Maßnahme wurde dieser von zwei Kettensägen zersägt. Weitere Gefährdungen und Schäden konnten erfolgreich verhindert werden. Insgesamt waren wir ehrenamtlich über drei Stunden im Einsatz.

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

Hamburg-Osdorf, Unterstützung, 28.02.2020

Kurz nach Mitternacht wurde der Technische Zug der FF Eppendorf inklusive unseres Lichtmast- und Generatorenanhängers (LIMA/GA 28) in den Stadtteil Osdorf alarmiert. Der vor Ort befindliche Einsatzleiter hatte die Einheit zur Energieversorgung und großflächigen Ausleuchtung nachgefordert.

Der LIMA/GA verblieb nach Einweisung und Betankung dort vor Ort. Unsere Einsatzkräfte waren am frühen Morgen gegen 04:00 Uhr erst wieder zurück im FWH. In den Folgetagen verblieb der LIMA insgesamt rund 88 Std. im annähernden Dauerbetrieb vor Ort. Die FF Eppendorf war mit dem GKW inklusive unserer Elektrofachkräfte dazu mehrfach vor Ort, um zum Einen die tägliche Nachbetankung zu organisieren und zum Anderen eine technische Überprüfung durchzuführen. Nach insgesamt 4 Tagen waren die Maßnahmen für uns beendet. Wir wünschen den Kollegen der FuRW14 alles Gute!

Der Einsatz hat wieder einmal gezeigt wie wichtig es ist Fachkräfte in den verschiedensten technischen Berufszweigen in der Einsatzabteilung der FF Eppendorf zu haben.

Mehr Infos: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/4533889

 

Hamburg-Fuhlsbüttel, Feuer, 26.02.2020

Am Mittwochvormittag wurde die FF Eppendorf mit 2 Fahrzeugen zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern zu einem längeren Brandeinsatz FEU2 (Feuer 2. Alarm) in den Stadtteil Fuhlsbüttel alarmiert. Die Löschzüge der Wachen Alsterdorf und Barmbek, sowie die FF Fuhlsbüttel und FF Sasel waren bereits vor Ort.

Es brannte in einem Einzelhaus, einhergehend mit einer sehr starken Rauchentwicklung, abschnittsweise nahezu anhaltender Windstille. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der im Wohnhaus gelagerten Gegenstände als sehr personal- und zeitintensiv. Im weiteren Verlauf wurde daher diverse weitere Einheiten nachalarmiert und FEU3 (Feuer 3. Alarm), um insbesondere mit Atemschutzgeräteträgen bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Es wurden durch die anwesenden Einsatzkräfte zeitgleich bis zu 5 C-Rohre im kombinierten Innen – und Außenangriff vorgenommen, auch eine Drehleiter wurde eingesetzt.

Wir waren seitens der FF Eppendorf über mehrere Stunden ab dem Vormittag mit insgesamt 16 Einsatzkräften und 2 Fahrzeugen an der Einsatzstelle um mit bis zu 10 Atemschutzgeräteträgern bei der Brandbekämpfung und dem Beräumen zu unterstützen.

Der Erfolg stellte sich schließlich ein, die weitere Brandausbreitung wurde gestoppt. Es wurden aufgrund des intensiven Bedarfes an Atemschutzgeräten sukzessive 3 AB Atemschutz eingesetzt und diverse Pressluftatmer verbraucht.

Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten über längere Zeit an. Vor Ort befindliche Einheiten wurden fortlaufend durch „frische“ Einsatzkräfte abgelöst. 

Unmittelbar an der Einsatzstelle begannen bereits erste Hygienemaßnahmen für unsere Einsatzkräfte. So mussten Schutzanzüge abgelegt und eingetütet werden, Geräte gereinigt und gewechselt werden. Im weiteren Verlauf sind alle unsere eingesetzten Atemschutzgeräteträger zusammen mit diversen weiteren Einsatzkräften zum Duschen an die Feuer- und Rettungswache Alsterdorf gefahren. Am frühen Abend war es dann endlich geschafft, sämtliche weiteren Einsatzgeräte waren wieder gereinigt und instandgesetzt, und die FF Eppendorf war wieder uneingeschränkt einsatzbereit.

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

Hamburg-Eppendorf, Baum droht zu fallen, 21.02.2020

Der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf bei einzelnen Sturmböen in den Stadtteil Eppendorf alarmiert.

Die HLG13 der FW Rotherbaum war bereits vor Ort und hatte aufgrund der schwierigen Lage des Baumes die FF Eppendorf mit leistungsstarken Kettensägen und Anschlagmitteln zu Sicherungszwecken nachgefordert.

Es handelte sich um einen ca. 18m hohen Spitzahorn mit einem Stammdurchmesser von max. 60cm in Schräglage, welche am Bahndamm stehend, auf die Bahngleise zu stürzen drohte. Der Wurzelteller war bei entsprechender Windeinwirkung deutlich sichtbar. Der Zugverkehr auf der Strecke war bereits eingestellt.

Vor Ort musste zunächst vor Beginn der Sägearbeiten durch die anwesenden Einsatzkräfte eine Erdung der Stromschiene vorgenommen werden. Danach wurde durch den Einsatz von Kettensägen über den Korb der DLK die Krone entastet und Teile des Hauptstammes sukzessive abgetragen.

Zur großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde der LIMA/GA eingesetzt. Die Gefahr wurde beseitigt. Die FF Eppendorf war mit 17 Einsatzkräften im Einsatz. Nach Rückkehr folgten am Feuerwehrhaus noch umfangreiche Reinigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Sägen und eingesetzten Geräte. Insgesamt waren wir ehrenamtlich über 4 Std. im Einsatz.

Bild mit freundlicher Genehmigung von FFH.

Hamburg, Sturmtief Sabine, 09.-11.02.2020

In den frühen Abendstunden am Sonntag, den 09.02.2020 erreichte Orkantief „Sabine“ die Hansestadt Hamburg. Die Windspitzen erreichten in schweren Sturmböen Windgeschwindigkeiten um 93km/h (Windstärke 10 Bft.). Am späten Nachmittag wurde durch die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg der Betriebszustand Ausnahme ausgerufen. Dieser wurde erst am Dienstag, den 11.02.2020 wieder aufgehoben. Der Technische Zug der FF Eppendorf musste in der Folge an den Tagen vom 09.02. und 11.02.2020 zu insgesamt elf wetterbedingten Einsätzen ausrücken.  


Ab dem frühen Abend am Sonntag, den 09.02.2020 waren alle drei Fahrzeuge der Wehr samt LIMA-Anhänger mit insgesamt 28 Einsatzkräften besetzt und konnten für entsprechende Technische Hilfeleistungen im Stadtgebiet eingesetzt werden. Schwerpunkt der Einsätze, welche im Zugverband oder als Einzeleinsätze oder in Teileinheiten abgearbeitet wurden, stellten umgestürzte Bäume bzw. zu fallende Dachteile, dar. Es wurden durch unsere Einsatzkräfte Fachberatungen durchgeführt und spezielles technisches Gerät wie leistungsstarke Motorkettensägen mit 70cm langer Sägeschiene, 3,2t-Greifzug mit Umlenkrolle, Seilwinden bis 10t, das Schnellbaugerüst oder Stahlseile mit 60m Seillänge bzw. Seilwinden eingesetzt.

Einzelne besondere Einsätze sollen nachfolgend kurz dargestellt werden:

Sonntag, 09.02.2020
Im Stadtteil Blankenese war eine große Linde mit einem Stammdurchmesser von über 90cm quer über die gesamte Straße gestürzt. Wir wurden durch die vor Ort befindliche FF Nienstedten mit leistungsstarker Kettensäge und langer Sägeschiene nachgefordert. Wenig später mussten wir am Fuße des Süllbergs, ebenfalls in Blankenese, den Hauptstamm einer umgestürzten Kastanie mit knapp 1,50m Stammdurchmesser zersägen, welche zuvor Teile eines Wohnhauses massiv beschädigt hatte. Hier waren der BERF Altona und die FF Nienstedten vor Ort und forderten den GWR3 mit leistungsstarker Kettensäge und langer Sägeschiene sowie einen Fachberater vom THW nach. Beide Einsatzstellen dauerten über mehrere Stunden an. Nach einer Pause mussten wir schließlich noch in den Stadtteil Eimsbüttel um die anwesende FF Lokstedt und eine DLK bei einem beschädigten Dach eines Mehrfamilienhauses zu unterstützen. Die Einsatzkräfte des Technischen Zuges Eppendorf waren erst nach Mitternacht wieder mit allen Fahrzeugen zurück in der Wache um nach intensiver Reinigung und Instandsetzung von eingesetzten Motorsägen und weiteren Einsatzgeräten, wieder für den nächsten Tag uneingeschränkt einsatzbereit zu sein.

Montag, 10.02.2020
Ab Montagmorgen waren wir erneut mit 18 Mann und ebenfalls allen Fahrzeugen im Einsatz. Wir mussten im Tagesverlauf vier Einsätze abarbeiten. Auch hier forderten uns zwei Baumeinsätze. Ab den Mittagstunden wurden wir durch die vor Ort befindliche FF Bramfeld mit dem gesamten TZ in den Stadtteil Wandsbek alarmiert. Eine ca. 25m hohe Blautanne drohte auf zwei Wohnhäuser zu fallen. Der Wurzelteller lag frei. Der Baum war bereits kompliziert in einen anderen Baum gefallen. Es bestand akute Gefahr. Ebenfalls wurde das 53m-TMF der TuUW32 nachgefordert. Der Baum wurde im Kronenbereich mittels Kettensäge eingekürzt und mittels zweier Stahlseile über zwei Greifzüge zunächst angeschlagen, gesichert und danach umgezogen. Die Gefahr wurde beseitigt. Die personal- und materialintensiven Maßnahmen vor Ort dauerten u.a. aufgrund anhaltender schwerer Sturmböen ca. fünf Std. Wir waren erst am Abend wieder zurück im FWH.

Dienstag, 11.02.2020
Auch hier standen wir mit 17 Einsatzkräften am Tage bereit. Wir wurden ab dem Vormittag sowohl mit allen Fahrzeugen gemeinsam als auch zu Einzeleinsätzen alarmiert. Bei zwei Einsatzstellen drohten Dachteile zu fallen. In beiden Fällen mussten wir eine DLK nachfordern. Bei zwei weiteren handelte es sich um längere Baumeinsätze.

Gegen Mittag wurden wir in den Stadtteil Groß Flottbek nachalarmiert. Es drohte eine Tanne auf zwei Gebäude zu stürzen. Eine Aufstellmöglichkeit für DLK/ TMF war nicht gegeben. Die Zuwegung war schwierig. Der Wurzelteller war je nach Winddruck in deutlicher Bewegung, der Baum war in deutlicher Schräglage zum Gebäude. Es bestand akute Gefahr aufgrund der aktuellen Wettersituation. Der zuvor alarmierte FF Groß Flottbek hatte uns mit Greifzügen und weiteren Geräten nachgefordert. Der Baum wurde mittels 60m-Stahlseil über den Greifzug zunächst angeschlagen und gesichert und danach sukzessive durch unsere Fachkräfte komplett gefällt. Die Gefahr wurde beseitigt. Die personal-und materialintensiven Maßnahmen vor Ort dauerten längere Zeit.

Am späten Nachmittag war es dann endlich geschafft, sämtliche Einsatzgeräte waren wieder gereinigt und instandgesetzt, und der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf war wieder uneingeschränkt einsatzbereit.

Insgesamt waren die ehrenamtlichen Helfer der FF Eppendorf knapp abschnittsweise mit längeren Unterbrechungen an den drei Tage knapp 24 Stunden (insb. an Werktagen) zur Hilfeleistung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Einsatz!

      

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

Hamburg-Altona, Feuer im Keller, 20.01.2020

Am vergangenen Montagabend wurde die FF Eppendorf zur technischen Unterstützung bei der taktischen Ventilation der anwesenden Einsatzkräfte zu einem Kellerbrand einhergehend mit einer starken Rauchentwicklung in einem grösseren Wohnkomplex in den Stadtteil Altona nachgefordert. Zuvor war von der Einsatzstelle durch den Einsatzleiter "Feuer 3. Alarm" ausgelöst worden.

Unsere Aufgabe bestand vor Ort darin die Entrauchung durch mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz die Be- und Entlüftung des besonders weitläufigen und verwinkelten Kellergeschosses, mittels eines speziellen Be- und Entlüftungsgeräten mit einem dazugehörigen flexiblen Schlauchsystem vorzunehmen.

Das bei der FF Eppendorf vorgehaltende Belüftungsgerät ist explosionsgeschützt und verfügt über modulares Schlauchsystem. Diese eignet sich zusammengekoppelt aufgrund seiner enormen Distanzlänge an diversen sog. antistatischen Saug- und Drucklutten für eine hohe Eindringtiefe bei Be- und Entlütungsmassnahmen in Gebäuden oder anderen Bauwerken. Je nach Lage, örtlicher Gegebenheit der Gebäudestruktur und weiterer Faktoren können bis zu einer Länge von ca. 90m entweder z.B. Rauchgase oder ä. gezielt abgesaugt oder Frischluft in einen Raum eingebracht werden. Das System wird elektrisch über unseren Lichtmast- und Generatorenanhänger betrieben.

Wir waren mit 16 Eppendorfer Einsatzkräften und allen Fahrzeugen samt LIMA an der Einsatzstelle. Letzterer wurde parallel auch zur großflächigen Ausleuchtung des Bereitstellungsraumes eingesetzt. 

Schlussendlich waren wir samt nachfolgender Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten am Feuerwehrhaus, ehrenamtlich insgesamt knapp 6 Stunden bis in die Nacht aktiv.

  

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Peters, Blaulicht News.

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning