Am Dienstagnachmittag des 04.05.2021 erreichte Sturmtief „Eugen“ die Hansestadt. Die Sturmböen erreichte bis zu 100km/h. Der Technische Zug der FF Eppendorf wurde aufgrund der speziellen technischen Ausstattung der FF TH und fachlichem Know-how dreimal für Baumfäll- und Sicherungsmaßnahmen nachgefordert. 

Der erste Einsatz ging in den Stadtteil Wellingsbüttel. Dort war ein ca. 15m hoher Baum kompliziert in ca. 3m Höhe gebrochen und drohte unmittelbar auf ein Einzelhaus zu fallen. Eine Aufstellmöglichkeit für ein Hubrettungsfahrzeug war nicht gegeben. Vor Ort waren Einsatzkräfte der FuRW 24 aus Sasel und hatten den gesamten TZ nachgefordert. Wir waren mit 19 Einsatzkräften im Einsatz. Durch den TZ Eppendorf wurden als Erstmaßnahme 2 Sicherungen gesetzt, darunter über ein Greifzug mit 60m-Stahlseil. Danach wurden personal- und zeitintensive Sägemaßnahmen eingeleitet. Die Einsatzstelle war nach ca. 3 Std. abgearbeitet. In unmittelbarer Nähe zur Einsatzstelle war in der Zwischenzeit aufgrund der andauernden Windeinwirkung eine ca. 18m hohe Fichte ebenfalls in ca. 5m gespalten, und in Teilen bereits in einen Vorgarten gestürzt. Da der Baum gespalten war und die Rissbildung sich verstärkt hatte, musste dieser mittels Kettensägen sukzessive abgetragen werden. Hierzu wurde die DLK der FuRW24 nachgefordert. Die Sägemaßnahmen dauerten ca. 45min. an. Der gesamte TZ Eppendorf war nach umfangreichen Hygiene-, Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten nach insgesamt ca. 5,5 Std. Einsatzdauer wieder am FWH einsatzklar.

Am 05.05.2021 wurde der gesamte TZ der FF Eppendorf in den Mittagsstunden aufgrund von anhaltender Sturmtätigkeit in den Stadtteil Dulsberg nachgefordert. Vor Ort waren Einsatzkräfte der FuRW 23 aus Barmbek samt der SEG-Höhenrettung, sowie der Einsatzführungsdienst Ost. Hier war eine ca. 18m hohe Blautanne im Hinterhof in deutlicher Schräglage in Richtung eines 4-geschossigen Wohnhauses, der Wurzelteller lag frei, der Boden war im Wurzelbereich durch den Regen aufgeweicht. Aufgrund der Zuwegung konnte kein Hubrettungsfahrzeug aufgestellt werden, die Anschlagmöglichkeiten für Festpunkte waren begrenzt. Nach intensiver Erkundung wurde ein Technikpool eingerichtet und zusammen mit der SEGH das weitere Vorgehen umgesetzt. Dazu wurden zwei Greifzüge eingesetzt, darunter das 60m-Stahlseil und ein Erdanker in Ermangelung eines zweiten Festpunktes. Danach wurde der Baum angeschlagen und gezielt in synchroner Abstimmung der beiden Greifzugteams umgezogen. Eine Säge kam bei der unmittelbaren Fällung nicht mehr zum Einsatz. Wir waren mit insgesamt 15 Einsatzkräften vor Ort. Insgesamt waren die ehrenamtlichen Helfer der FF Eppendorf an beiden Tagen werktags während der regulären Arbeitszeit, personalstark mit ihren Einsatzkräften knapp 10 Std. und allen 3 Einsatzfahrzeugen zur Hilfeleistung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Einsatz.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FPH.

 

 

v.l. Olaf Huth, Mario Körber, Ingo Möhring

Am 06.05.21 wählten die Wehrangehörigen der FF Eppendorf unter besonderen Abstand- und Hygieneregeln die Funktionen des Wehrführers und Wehrführerstellvertreters.

In die Funktion des Wehrführerstellvertreters wurde erstmals Kamerad Mario Körber gewählt, der bereits langjähriger Gruppenführer und Oberbrandmeister ist. Zuvor war die Stelle von Ingo Möhring bekleidet worden, der nach 18 Jahren nicht mehr angetreten war. Vielen Dank für dein Engagement, Ingo!

Die Funktion des Wehrführers wird auch weiterhin Kamerad Brandinspektor Olaf Huth bekleiden, der "als alter Hase" damit in seine 4. Amtszeit geht und bereits im 21. Dienstjahr diese Funktion bekleidet.

Beide Kameraden wurden mit deutlicher Mehrheit gewählt und freuen sich darauf gemeinsam zukünftig die Geschicke der Wehr zu lenken. Einer der ersten Gratulanten war Landesbereichsführer Harald Burghardt. Zudem gratulierte OBD Dr. Christian Schwarz per Twitter.

Den ersten gemeinsamen Einsatz konnte das Führungsduo bei einem ausgedehnten Dachstuhlbrand 5. Alarm in Eimsbüttel in dieser Woche bereits erfolgreich abarbeiten.

Es warten viele Herausforderungen auf das neue Führungsteam. So gilt es u.a. eine Bleibe bzw. neues Feuerwehrhaus auf den Weg zu bringen. Im kommenden Jahr feiert die Wehr zudem ihr 50. Jubiläum.

Am Ostermontag, den 05.04.2021 war nach aufkommenden Windböen eines Sturmfeldes mit einer Stärke von bis zu 80km/h im Stadtteil Groß Borstel eine große Birke mit einem Stammdurchmesser von ca. 85cm und einer Länge von rund 18m auf ein Endreihenhaus gestürzt. Es waren mehrere Löcher im Dach.
 
Die FF Eppendorf wurden mit dem gesamten Technischen Zug durch die BF Alsterdorf mit Spezialgerät und zur fachlichen Unterstützung bei den Sicherungsmaßnahmen nachgefordert. Aufgrund der Tatsache, dass die Windböen lt. des DWD noch mind. 7 Std. andauern sollten, und aufgrund des Feiertages eine Fachfirma nicht verfügbar war, mussten wir vor Ort mit unseren Einsatzkräften zeitintensive Säge- und Sicherungsmaßnahmen durchführen.
 
Hierzu wurde die Höhenrettungsgruppe der FuRW23 nachgefordert. Nach Eintreffen dieser wurden die erkundeten Maßnahmen über zwei Einsatzabschnitte umgesetzt. Die Höhenretter konnten unsere Einsatzkräfte entsprechend sichern, so dass wir unsere Sägearbeiten vernünftig durchführen konnten.
 
Wir waren mit insgesamt 16 Mann vor Ort und erst nach knapp 4 Std. wieder mit allen Fahrzeugen zurück. Am Folgetag, Dienstag, den 06.04.2021 wurden wir am späten Vormittag zu einem gemeldeten Verkehrsunfall zwischen PKW und Bus in den Stadtteil Langenhorn alarmiert. Dieser wurde jedoch lagebedingt entgegen der ersten Meldung zügig durch die Einsatzkräfte der BF Alsterdorf und FF Fuhlsbüttel abgearbeitet.
 
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Bilder mit freundlicher Genehmigung von T. Knoop.
 

Am Samstagnachmittag (27.03.2021) wurde die FF Eppendorf mit dem gesamten Technischen Zug zusammen mit Kräften der FuRW Alsterdorf in den Stadtteil Eppendorf alarmiert. Es waren zuvor mehrere Teile der Fassade eines viergeschossigen Altbaus abgebrochen und abgestürzt. Wir waren mit 16 Einsatzkräften vor Ort um personal- und materialintensiv ein Notdach im Außenbereich des Hauseingangs als Sicherungsmaßnahme zu errichten. Hierzu wurden nach intensiver Erkundung zusätzlich der AB-Rüstholz der TuUW32, ein Bau- und Prüfstatiker und Einsatzführungsdienst West (B-Dienst) nachgefordert.

Wir haben vor Ort einen Holzzuschnittplatz und einen Technikpool für das Gerätemanagement eingerichtet. Neben dem Rissmanagement wurde danach mit diversen Elektrogeräten als auch einem Druckluftnagler und Steck- bzw. Multifunktionsleitern ein provisorisches Vordach samt solidem Untergestell aus Kanthölzern und Holzplatten  erstellt. Nach ca. 2 Std. intensiver Holzarbeiten konnte die Einsatzstelle verlassen werden. Insgesamt waren wir inkl. Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft rund 4,5 Std. im Einsatz.
 
Bilder mit freundlicher Genehmigung von:
 
- Sebastian Peters (www.blaulicht-news.de)
- Marius Röer (Hamburger Morgenpost)
- FPH
 
 
 
 

Der Technische Zug verfügt im Idealfall über eine Förderleistung mittels E-Tauchpumpen von ca. 6000l/min. Dieses nutzen wir bei Einsatzlagen zur großflächigen Bewältigung von Wassermengen nach Unwettern, Überflutungen durch Hochwasser bzw. Schneeschmelze oder defekte Sprinkler bzw. Wasserrohrbrüchen nach einer Frostperiode. Die vorgehaltenen Elektrotauchpumpen werden lageabhängig von den örtlichen Faktoren wie Zuwegungen, Rüstzeit, Förderhöhe, Lenzvolumen und Ressourcenbedarf eingesetzt. Dabei sieht das einsatzstrategische Ausstattungskonzept im Vergleich mit der Ausstattung der HLF der BF und anderer FF, sowie der Technik- und Umweltschutzwache mit Großtauchpumpen eine einsatztaktische Zwischengröße in Sachen Förderleistung bei den Technischen Zügen der Wehren Warwisch und Eppendorf vor.

Dem vorhandenen 28-kVA Lichtmast- und Generatorenanhänger kommt dabei eine entscheidende Rolle als Energieversorger zu. Eine kurze Rüstzeit der E-Tauchpumpen, Fachpersonal mit z.T. über 80 Std. Fachausbildung in Pumpenkunde, Strömungslehre und Bodenmechanik sind vorhanden. Eine einsatztaktische Teilung des Zuges bei entsprechenden Einsatzlagen in bis zu drei schlagkräftige Teileinheiten ist möglich.

In der Vergangenheit konnten wir oft sehr effektiv Einheiten der Löschzüge, anderer FF und auch Technik- und Umweltschutzwache unterstützen oder auch diese herauslösen, damit diese Einheiten neue Einsätze übernehmen oder eine Sicherstellung des Schutzzieles wahrnehmen konnten.

Dabei lag der gemeinsame bisherige Rekord bei einer Fördermenge von über 2.000.000 l Wasser aus einem Großkeller eines Textilhauses. Hierbei waren beide Technische Züge der Wehren Warwisch und Eppendorf als auch die Pumpenkomponente der TuUW32 eingesetzt.

Als mögliche taktische Ergänzung stehen uns zudem ggf. noch eine Tragkraftspritze und Fahrzeugpumpe zur Verfügung.

 

Am Freitag, den 29.01.2021 war die FF Eppendorf zeitintensiv beim Vollbrand eines Bootshauses (Feuer 2. Alarm) im Stadtteil Fuhlsbüttel eingesetzt. Das eingeschossige Bootshaus mit den Abmessungen von 20x40m brannte in ganzer Ausdehnung. Wir haben im weiteren Verlauf mit mehreren Trupps unter Atemschutz die Löscharbeiten unterstützt, sowie Einsatzstelle mit dem Lichtmastanhänger großflächig blendfrei ausgeleuchtet.
 
An der Einsatzstelle kam es zu einer starken Rauchentwicklung begleitet von einem starken Flammenschlag. Es wurde von den Einsatzkräften eine massive Brandbekämpfung im Außenangriff und Riegelstellung zu Nachbarobjekten über mehrere Seiten und 2 Drehleitern mittels bis zu 4 B- und 2 C-Rohren vorgetragen.
 
Die weitere Brandausbreitung auf ein Restaurant und ein Nachbargebäude konnte erfolgreich gestoppt werden. Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Ein nachgeforderter 14t-Bagger vom THW-Wandsbek unterstützte diese Maßnahmen. Gegen 07:30 Uhr morgens nach über 6 Std. Einsatzdauer waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und instandgesetzt, und die FF Eppendorf wieder uneingeschränkt einsatzbereit.
 
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Hendrik Lang, D. Waldeck.
 
 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning