Den reibungslose Ablauf und das Zusammenspiel aller Rettungskräfte bei einem eventuellen großen Flugunfall wurde auf dem Gelände des Flughafen Hamburg am Donnerstag, 22. Mai 2008 geübt.

Die Übung war für den Zeitraum von 18 bis 23 Uhr angesetzt und fand auf dem Flughafengelände in der Nähe der Kreuzung von Start- und Landebahn statt.
Die FF Eppendorf war kurzfristig mit eingeplant worden, um den Befehlswagen (ELW 3) durch den Generatorenanhänger (LIMA/GA 28) mit entsprechender Energie (mind. 20-kVA)  zu versorgen.
Die Hauptaufgabe der Feuerwehrkräfte war neben der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung die Abarbeitung eines Massenanfall an Verletzten (MANV) von der Erstversorgung bis zum Abtransport der Verletzten.

Die Flugzeugbrandbekämpfung übernahm die Flughafenfeuerwehr, welche auch mittels eines Rettungstreppenfahrzeuges den Zugang zum Flugzeug ermöglichte.

Übungsende für die Feuerwehrkräfte war gegen 22 Uhr.

Übungsart und Übungsumfang
Die Übung Flugunfall 2008 wurde als Vollübung am Flughafen Hamburg durchgeführt.
Der Zentrale Katastrophendienststab der Behörde für Inneres (BfI), die FEL der Feuerwehr, der Führungsstab der Polizei Hamburg und weitere Stäbe, Leitstellen und Lagezentren waren im Rahmen der Kommunikation eingebunden.

Übungsschwerpunkte aus Sicht der Feuerwehr
Schwerpunkt der Übung war das Training der planmäßig vorgesehenen Maßnahmen nach
der Richtlinie für Flugunfälle, wie insbesondere:

• Überprüfung der Alarmierungswege
• Einleiten von Erstmaßnahmen
• Etablierung einer Einsatzleitung
• Lagebeurteilung und Lagebilderstellung
• Einleiten von Maßnahmen incl. Mittel- und Kräftebereitstellung und deren Einsatz
• Technische Hilfeleistung
• Ordnung der Einsatzstelle
• Freihalten der Rettungswege
• Rettung und Versorgung von Betroffenen bei einem Massenanfall an Verletzten
(MANV)
• Krisenintervention und Betreuung für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte
• Kommunikation im Einsatz
• Überprüfung der Vorschriften und Planungen

Übungsziele
Mit der Übung wurden folgende Ziele verfolgt:
• Training und Schulung der Übungsteilnehmer in taktischer, organisatorischer und
technischer Hinsicht
• Überprüfung und Training neuer Strukturen
• Erreichen von Handlungssicherheit bei Erarbeitung, Anordnung und Durchführung von
Maßnahmen
• Üben der Stabsarbeit
• Überprüfung der Führungsmittel, der Kommunikation und der Stabsorganisation


Effekte am Übungsort
Zur Darstellung einer möglichst realistischen Umgebungssituation wurden vor Ort verschiedene Effekte eingesetzt:
- Benzinexplosion zum Übungsbeginn im abgesetzten Übungsgelände
- Donnerschlag zum Übungsbeginn im abgesetzten Übungsgelände
- Theaternebel im Übungsflugzeug
- Rauchtabletten im Übungsgelände
- Nebeltöpfe im Übungsgelände
- Knalleffekte im Übungsgelände (lokal sehr begrenzt)
- Feuerstellen im Übungsgelände (lokal sehr begrenzt)


Übungsbeteiligte Einsatzkräfte Feuerwehr und Rettungsdienst

Feuerwehr Hamburg
16 HLZ
33 HLG
21 HLZ (Behandlungsplatz)

22 BFW

FLD, ADI, BDI 20/1, 32 UDI 2, ORGL, 1.+ 2. LNA

33 GWRD
05 GRTW + 3 RTW + 2 NEF

ALT FM (Fernmeldekomponente)
EPPD GKW mit EPPD LIMA/GA zur Stromversorgung des BFW
LANGH1 + FUHL 2
BERF Nord

Feuerwehr Norderstedt
1 ELW + 4 HLF 20/16
2 RTW (KBA)
1 RTW DRK Norderstedt

Flughafenfeuerwehr Hamburg
1. ZUG (VLF, GFLF1, GFLF2, GFLF3)
2. ZUG (HTLF, RW 2, RTF, ELF)
1 RTW

HIORG
SEGR JUH
div. RTW

Polizei Hamburg
Hubschrauber: Libelle 1 zur Luftüberwachung und Dokumentation
div. FuStw und GruKw usw.

Warnung: Keine Bilder im angegeben Ordner vorhanden. Bitte Pfad kontrollieren!

Debug: angegebener Pfad - https://www.ff-eppendorf.de/images/aktuelles/2008/flunfgr220508

 

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