Am Wochenende des 01.03. und 02.03.2008 gab es für die FF EPPD viel zu tun. Aufgrund des Orkantiefes "Emma" musste die Feuerwehr Hamburg zu rund 500 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet ausrücken. Für den Technischen Zug stellte sich wetterbedingt demzufolge eine arbeitsreiche Zeit ein. Dabei konzentrierte sich die Haupteinsatzlast auf den Sonnabend. Hier fielen im Zeitraum von 13:40 Uhr bis 20:30 Uhr insgesamt 15 Einsätze an. Das wetterbedingte Einsatzgeschehen konzentrierte sich überwiegend auf umgestürzte oder zu stürzende Bäume, größere Äste, sowie lose Baugerüste oder Dachteile.

Dabei waren 3 besondere oder spektakuläre Einsätze zu verzeichnen:

Um 15:23 Uhr wurden das HLF, GKW + LIMA/GA in die Straße Neumühlen alarmiert.
Auf der Anfahrt wurde durch die FEZ u. Rlst. der BDI 10/1 und der 32 WLFA mit AB SAND ebenfalls diesem Einsatz zugeordnet. Auf dem Dach eines Pflegeheimes im 13. OG drohte eine tonnenschwere Fensterputzbefahranlage auf einer Traverse über einer Glaskuppel durch die Orkanboen zu verrutschen und aufgrund der Windlast auszubrechen. Auf Anordnung des BDI wurde die Traverse nach Eigensicherung der Einsatzkräfte bestiegen, gesichert und auf die windabgewandte Seite verbracht.
Der Einsatz dauerte längere Zeit und wurde aufgrund der Orkanboen erschwert. Das WLF mit AB SAND war nicht erforderlich und wurde durch den BDI auf Anfahrt angehalten.

Um 18:09 Uhr wurden der GKW in den Samlandweg nach Hamburg-Langenhorn alarmiert. Hier war ein ca. 12 m hoher Baum auf ein 3-geschossiges Wohnhaus gestürzt.
Nach einer ersten Inaugenscheinnahme wurde eine DL nachgefordert. Die Einsatzstelle wurde großflächig ausgeleuchtet. Nach dem Eintreffen der DL wurde der Baum segmentweise abgetragen und zersägt. Der Einsatz dauerte bis 20:30 Uhr.

Am Sonntag mussten wir auf Anforderung der Polizei um 17:49 h zu 2 Bäumen an der Alsterkrugchaussee ausrücken, welche infolge des Orkans ineinander gefallen waren, sich in den Baumkronen verkeilt hatten und auf den Gehweg zu fallen drohten. Aufgrund dieser Sachsituation und der geringen Standsicherheit auf dem moorigen Untergrund, sowie der Splitterung im Stammbereich in ca. 1 m Höhe musste 1 Baum sofort gefällt werden. Dieser konnte aus Sicherheitsgründen nur mit der Frontsteilwinde des GKW gesichert und umgezogen werden. Danach wurde der Baum zersägt. Die Arbeiten dauerten längere Zeit und waren um 20:24 Uhr beendet. Während der Dauer der Arbeiten wurde die Alsterkrugchaussee halbseitig durch die Polizei gesperrt. 

Wir waren für den ersten Orkan des Jahres mit insgesamt mit bis zu 17 Mann über 9 h und 25 min. im Einsatz. Dabei wurden inklusive der Herstellung der Einsatzbereitschaft rund 150 Mannarbeitsstunden geleistet.

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Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning