Am Samstag, den 04.09.2021 war eine Abordnung mit 16 Einsatzkräften zu Gast an der Technik- & Umweltschutzwache, um sich ausgewählte, spezielle, neue Einsatzmittel und Ausstattung anzuschauen. 

Da wir bereits aufgrund unserer Einsatzaufgabe und Struktur als Technischer Zug bei vielen Einsätzen wie Großbränden, Be- und Entlüftungen von Objekten, schweren LKW-Unfällen, Tiefbauunfällen, Zugunfällen, Einstürzen, Abstützeinsätzen oder größeren Lenzeinsätzen in der Vergangenheit häufig mit den Kräften der Technik & Umweltschutzwache gut zusammengearbeitet haben, war es mal wieder an der Zeit das Wissen aufzufrischen.

Neben einer intensiven Beschau des neuen AB-Holz-Rüstmaterial wurde auch kurz das gerade erst gelieferte Cobra Schneidlöschgerät angeschaut. Anschließend wurde der AB-Hafen gesichtet und als krönender Abschluss mit dem 60t-Kran (Liebherr LTM 1060/2) und dem LIMA/GA 28 der FF Eppendorf eine kleine Übungslage geprobt. 

Hierbei galt es auszutesten, mit welchen Mitteln das optimale Anschlagen und die Kranfähigkeit aus technischer Sicht für den LIMA/GA erfolgreich innerhalb kürzester Zeit, bei welchem Personalbedarf, umzusetzen sind.

Angenommen war die lagebedingte Erforderlichkeit das Kranen des LIMA/GA zwecks Energieversorgung oder großflächiger Ausleuchtung z.B. auf einer Höhenebene, wie ein Parkdeck, ein Schwimmponton oder Ähnliches. 

Eine Kranfähigkeit des LIMA/GA ist praktisch und technisch gemäß der Herstellerangaben innerhalb kürzester Zeit realisierbar. Neben den entsprechenden erforderlichen geschweiften Schäkeln in Omega-Form samt textilen Hebebändern wurden Anschlagketten vom Kran 32 eingesetzt. Unter Optimalbedingungen kann der Kran aktuell eine Hubhöhe von bis zu 36 m gewährleisten.

Abschließend möchten wir uns bei den Kollegen der diensthabenden 2. Wachabteilung für die sehr konstruktive und praktische Zusammenarbeit bedanken!

  

 

Am Donnerstagvormittag des 19.08.2021 wurde die FF Eppendorf mit dem Technischen Zug und diversen weiteren Einsatzkräften zu einer verschütteten Person auf eine Baustelle in den Stadtteil Wandsbek alarmiert. Ein Arbeiter war nach Aufgrabungsarbeiten in einem Bauschacht bis zu den Beinen verschüttet. Wir waren mit 14 Einsatzkräften unterwegs, um entsprechende Maßnahmen der technischen Rettung vorzunehmen. Die Person konnte durch zuerst eingetroffene Einsatzkräfte der FuRW 21 aus Wandsbek und den anwesenden Arbeitskolleg*innen  zügig gerettet werden. Somit konnten alle weiteren Spezialfahrzeuge und auch der Technische Zug Eppendorf den Einsatz abbrechen.

Am späten Freitagabend, des 20.08.2021 wurde die FF Eppendorf erneut alarmiert. Dieses Mal ging es in den Stadtteil Eidelstedt. Grund war eine große vierstämmige Trauerweide, welche auf Wohngebäude umzustürzen drohte. Vor Ort waren bereits die FF Eidelstedt, der BERF Eimsbüttel und Einsatzkräfte der SEGH und des Feuerwehrkranes der TuUW 32. Nach einer intensiven Erkundung und fundierten Baumansprache durch unsere Einsatzkräfte in Unterstützung der vor Ort befindlichen Einsatzkräfte wurde die Einsatzstelle aufgrund der schwierigen Zuwegung und Rahmenbedingungen sowie langen Rüstzeiten an eine Fachfirma übertragen. Wir waren dafür knapp 2,5 Std. im Einsatz. 

Am Samstagnachmittag den 31.07.21 wurde der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf nach einzelnen Sturmböen in den Hamburger Stadtpark alarmiert. Einsatzkräfte der FF Winterhude waren bereits vor Ort und hatten den BERF Alstertal und die FF Eppendorf mit Seilwinden und leistungsstarken Motorkettensägen und langen Sägeschienen zum Fällen nachgefordert. Es handelte sich um einen ca. 22m hohen Ahorn mit einem Stammdurchmesser von 88cm in ca. 1m Höhe. Dieser war bereits durchlaufend gespalten. In 3m Höhe war zudem eine tonnenschwere Stammhälfte herausgebrochen und gefallen. Aufgrund des unmittelbar daneben verlaufenden Fußweges, welcher als einer der Hauptkorridore in den Stadtpark von vielen Besuchern genutzt wird, bestand die Gefahr des unkontrollierten Umstürzens der 2. Stammhälfte. Laut DWD sollten in den nächsten Stunden zudem weitere Sturmböen mit Böen bis zu Stärke von 8 Bft. folgen. 

Vor Beginn der Sägearbeiten musste durch die anwesenden Einsatzkräfte mittels der 3-teiligen Schiebeleiter eine Sicherung mit Anschlagmitteln per Drahtseil über die Seilwinde des GWR3 im direkten Zug vorgenommen werden. Danach wurde die Ordnung des Raumes mittels 2 Motorkettensägen der gefallenen Stammteile hergestellt. Erst hiernach wurde die Fällung unter Zuhilfenahme einer leistungsstarken Motorkettensäge mit langer Sägeschiene vorgenommen werden. Im Anschluß konnte der Ahorn durch den Einsatz der mechanischen Zugeinrichtung umgezogen werden. Die Gefahr wurde beseitigt. Restarbeiten mittels 2 Kettensägen wurden durch beide anwesenden Einheiten durchgeführt. Die FF Eppendorf war mit dem gesamten Technische Zug besetzt durch 18 Einsatzkräfte vor Ort. Nach Rückkehr am Feuerwehrhaus mussten noch Reinigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Sägen und eingesetzten Geräte durchgeführt werden. Insgesamt waren wir ehrenamtlich über 5 Std. im Einsatz.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Thomas Knoop.

Am 14.07.2021 um kurz vor 13:00 Uhr wurde der Technische Zug der FF Eppendorf samt LIMA/GA zur Energieversorgung und Unterstützung bei einem Kampfmittelfund eines Blindgängers in den Stadtteil Ottensen alarmiert. Es handelte sich um eine englische 500lbs Fliegerbombe, die in ca. 4m Tiefe gefunden wurde. Ein Evakuierungsbereich von 300m und Warnbereich von 500m um den Fundort wurde durch den KRD eingerichtet. Seit den Mittagstunden wurden Evakuierungen von ca. 5.500 Personen durch Einsatzkräfte der POL und der Hilfsorganisationen durchgeführt. Während der LIMA/GA die Energieversorgung für den GW-FM und den Führungs- und Lageanhänger, sowie weitere Führungsfahrzeuge der HIO sichergestellt hat, war der GWR3 als geländegängiges Fahrzeug für mögliche erforderliche Beleuchtungsmaßnahmen mittels ausziehbaren Stativen oder dem Flächenbeleuchtungssystem Powermoon mit 2x 4000W im Bereitstellungsraum in Standby. Die Fliegerbombe konnte durch den KRD gegen 19:30 h erfolgreich entschärft werden. Wir waren seitens der FF Eppendorf mit 13 Einsatzkräften im Einsatz. Gegen kurz vor 22:00 Uhr am Abend waren alle Fahrzeuge unseres TZ wieder einsatzbereit.

Symbolbild: https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/hamburg--bombe-aus-dem-zweiten-weltkrieg-mitten-in-wohngebiet-gefunden-30615560.html

In den Mittagstunden am Freitag, den 02.07.2021 wurde der Technische Zug der FF Eppendorf zusammen mit diversen weiteren Einsatzkräften der FuRW 16 aus Alsterdorf und der FF Lokstedt als Ergänzungskomponente, dem Feuerwehrkran und weiteren Einheiten der TuUW32, sowie dem Einsatzführungsdienst Ost in den Stadtteil Groß Borstel alarmiert. Ein Sattelzug hatte eine Person auf der Straße überrollt. Diese war eingeklemmt. Nach der Befreiung durch ersteintreffende Einsatzkräfte und der medizinischen Erstversorgung durch Notfallsanitäter der FW Hamburg und dem NEF 23 der Wache Barmbek wurde die Person unter Notarztbegleitung ins Krankenhaus transportiert. Seitens der FF Eppendorf waren wir mit dem GKW samt LIMA und dem GWR3 im Einsatz und mit einer Stärke von insgesamt 15 Einsatzkräften ausgerückt. 

Kurze Zeit später konnten nahezu alle Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen und auch die Einsatzbereitschaft des TZ Eppendorf war wieder hergestellt.

Bildquelle: Facebook HamburgAktuell

Am Donnerstagvormittag, den 17.06.2021 wurde der Technische Zug der FF Eppendorf zu einer technischen Hilfeleistung mit einem Luftfahrzeug in Hamburg-Fuhlsbüttel alarmiert. Ein Kleinflugzeug vom Typ Cessna hatte Probleme beim Startvorgang und musste einen Startabbruch einleiten. Das Luftfahrzeug kam wenige Meter vor dem Flughafenzaun zum Stehen. Neben der erst eintreffenden Flughafenfeuerwehr Hamburg waren Einsatzkräfte der FuRW16 aus Alsterdorf, sowie die Freiwillige Feuerwehr Fuhlsbüttel als Ergänzungskomponente, Rettungsdienstkomponenten, sowie diverse Sonder – und Führungsfahrzeuge alarmiert.
 
Nach entsprechender Erkundung und Sichtung der Insassen konnte nach kurzer Zeit Entwarnung gegeben werden.
 
Am Freitagmorgen, den 18.06.2021 wurde durch die Rettungsleitstelle erneut Alarm für den TZ der FF Eppendorf und diverse weitere Einsatzkräfte für eine gemeldete Technische Hilfe mit Schienenfahrzug der 2. Alarmstufe ausgelöst. Wir waren mit allen Fahrzeugen und 16 Kräften ausgerückt. In einem U-Bahntunnel zwischen den Haltestellen Hallerstraße und Stephansplatz war es zu einem Zugunfall zwischen einer fahrenden U-Bahn und einem großen Bohrer gekommen, welcher nach Bohrarbeiten von oben durch die Tunnelwand eingedrungen war und in den Tunnel hineinragte. Die U-Bahn wurde beim Aufprall beschädigt. Es gab mehrere Verletzte. Weitere Maßnahmen zur technischen Rettung waren jedoch nicht mehr erforderlich. Die FF Eppendorf war mit dem Technischen Zug zeitnah wieder einsatzbereit.
 
Bildquelle: Elias Bartel, Blaulicht-News

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning