Am Freitagmittag, den 26.08.2022 wurde der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf zu einem langwierigen Großfeuer (Feuer 3. Alarm) in einer Müllverbrennungsanlage im Stadtteil Billbrook alarmiert. Es brannte innerhalb eines ca. 80m hohen Schornsteins. Der Einsatz lief bereits seit knapp 14 Stunden. Wir waren speziell angefordert um das Hockdruckschneidlöschsystem Cobra Cold Cut dort einzusetzen und die seit Stunden im Einsatz befindliche FF Warwisch abzulösen.
 
Von außen wurde der Schornstein über längere Zeit über 3 Hubrettungsfahrzeuge und Wasserwerfer stetig gekühlt. Wir waren mit insgesamt 18 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen samt Lichtmastanhänger vor Ort, um diverse Öffnungen zum Kühlen und Löschen am Schornstein nach konstanter Wärmebildüberwachung in entsprechender Höhe über die DLK mittels CobraColdCut zu schaffen. Darunter waren speziell unterwiesene Einsatzkräfte und Cobra-Instructoren. Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund der Stahlkonstruktion als zeitintensiv.
 
Ab ca. 21:30 Uhr konnte ein 3er Trupp der FF Eppendorf über den Arbeitskorb der TuUW32, angeschlagen an einen 700t-Kran, in ca. 50m Höhe trotz erheblicher Materialstärke erfolgreich ein Loch mittels Brennschneidgerät in den Schornstein brennen. Hierdurch konnte in der Folge Netzmittel zur Brandbekämpfung eingebracht werden. Die Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde durch den LIMA/GA großflächig durchgeführt. Gegen halb eins in der Nacht wurden wir dann durch die FF Warwisch wieder abgelöst und kurz nach 2 Uhr nachts waren wir nach knapp 13,5 Std. Einsatzdauer wieder einsatzbereit am FWH. Es handelte sich um den ersten realen Cobra-Einsatz für uns.
 
Bilder FPH.
 
 
Am letzten Wochenende musste die FF Eppendorf im Zeitraum von Freitagabend bis Sonntagfrüh zu insgesamt 3 Einsätzen mit knapp 11 Std. Einsatzdauer ausrücken. Neben einem havarierten 85cm starken Baum in Langenhorn, der mittels Kettensägen gefällt und Seilwinde umgezogen werden musste, wurden wir zu einer Notlandung eines Motorseglers nach Steinwerder alarmiert, konnten hier aber abbrechen.
 
Sonntagnacht, den 31.07.2022 wurde der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf zeitintensiv bei einem ausgedehnten Dachstuhlbrand (3. Alarm) im Stadtteil Sternschanze eingesetzt. Nach einem ausgedehnten Wohnungsbrand war das Feuer ins Dach gelaufen. Es brannten u.a. Teile eines Flachdaches eines fünfgeschossigen Wohngebäudes. Wir waren über mehrere Stunden ab dem frühen Morgen mit insgesamt 16 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen samt LIMA an der Einsatzstelle um mit mehreren Atemschutzgeräteträgern, gesichert durch die SEG-Höhenrettung über Top-Rope-Sicherungen vom Korb einer DLK, auf dem Dach diverse Dachhautöffnungen zur weiteren Erkundung und taktischen Ventilation mittels Rettungssägen und Trennschleifern durchzuführen. Das Flachdach wurde an mehreren Stellen aufgenommen.
 
Kurz nach 23 Uhr am Samstagabend wurde das Feuer gemeldet. An der Einsatzstelle gab es im Dachbereich des Brandobjektes eine starke Rauchentwicklung begleitet von einem teilweise starken Flammenschlag. Es wurde eine massive Brandbekämpfung im kombinierten Innen- und Außenangriff vorgetragen. Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten über längere Zeit. Morgens um kurz nach 8 Uhr waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und die Einheit uneingeschränkt einsatzbereit.
 
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning.
 
 
Am Mittwoch, den 06.07.2022 gegen kurz nach 10 Uhr wurde die FF Eppendorf in den Stadtteil Finkenwerder alarmiert. Vor Ort hatte sich bereits um kurz vor 4 Uhr morgens eine kräftige Explosion in einer Schule ereignet. In der Folge wurde 2. Alarm ausgelöst.
 
Unsere Partnerkomponente Freiwillige Feuerwehr Warwisch war auch vor Ort. Die Druckwelle hatte Teile des Gebäudes einstürzen lassen. Nachbargebäude wurden beschädigt. Der Einsatzführungsdienst Süd hatte den gesamten Technischen Zug der FF Eppendorf für Abstützarbeiten im Objekt, nach Bewertung durch einen Statiker, nachgefordert.
 
Nach intensiver Erkundung wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet und wir haben den Abschnitt Abstützung übernommen. Zudem haben wir bei der Bewertung der Schadenselemente unterstützt und ein fortlaufendes, zyklisches Rissmanagement durchgeführt.
 
Im weiteren Verlauf wurde nach Aufmaß durch unsere Kräfte eine viergliedrige Abstützung mittels Rüstholzes in Form eines Schwelljochs für den betroffenen Bereich erstellt und ein Holzzuschnittplatz neben dem ebenfalls nachalarmierten AB-Holz-Rüstmaterial eingerichtet. Der Holzzuschnitt erfolgte mittels Ketten- und Handkreissäge. Durch das THW wurden im Außenbereich mit dem angeforderten Bagger in enger Abstimmung nach Abschluss unserer Maßnahmen einsturzgefährdete Gebäudeteile abgetragen.
 
Am späten Nachmittag waren wir zurück am Feuerwehrhaus und unsere Reinigungsmaßnahmen beendet. Wir waren mit insgesamt 16 Einsatzkräften und allen Fahrzeugen samt LIMA vor Ort.
 
Hier der Pressebereicht: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/5267781
 
Bilder: Blaulicht-News.de, FPH.
 
 

Am Donnerstag, den 30.06.2022 wurde die Technische Einheit der FF Eppendorf  gleich zu zwei Einsätzen nacheinander alarmiert.

Unser erster Einsatz fand zusammen mit unserer Partnerkomponente FF Warwisch, der Technik- 6 Umweltschutzwache und weiteren Kräften der Feuerwehr Hamburg statt. Am Vormittag drohte im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort ein Muldenkipper umzukippen. Kräfte und Mittel reichten aus, sodass wir auf dem Weg zum Einsatzort beidrehen konnten.

Während wir uns noch am Standort befanden und gerade wieder die Einsatzbereitschaft herstellen wollten, bekamen wir unsere 2. Alarmierung in den Stadtteil Bergstedt. Dieses Mal mit dem Stichwort "LKW hat Glasdach angefahren, größere Teile der Dachkonstruktion drohen zu fallen".

Vor Ort waren schon Kräfte der FuRW24 aus Sasel und hatten uns zwecks Abstützmaßnahmen nachgefordert und die Einsatzstelle abgesichert. Nach unserem Eintreffen an der Einsatzstelle wurden wir vom Einsatzleiter eingewiesen und übernahmen, nach Rücksprache vor Ort, die Einsatzstelle. Wir sicherten die Glas-Stahldachkonstruktion durch eine umfangreiche Holzabstützmaßnahme in gebundener Bauweise mittels Rüstholz. Ein Holzzuschnittplatz wurde eingerichtet. Wir waren mit allen Fahrzeugen samt Anhänger vor Ort. Nach 1,5 Std. intensiver Arbeit vor Ort konnten wir die Einsatzstelle sicher übergeben.

Insgesamt waren wir an diesem Tag nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, rund fünf Stunden ehrenamtlich im Einsatz.

Bilder: FPH.

Am Donnerstagvormittag, 16.05.2022 wurde die FF Eppendorf mit ihrer Technischen Einheit und weiteren Einsatzkräften der Feuerwehr Hamburg mit dem Einsatzstichwort THV "verschüttete Person" alarmiert. Gemeldet war ein Tiefbauunfall im Stadtteil Lemsahl-Mellingstedt.

Dort war ein Arbeiter in einer Tiefe von ca. 2,50m mit seinen Füßen unter einem Stahlverbau geraten. Nachrutschendes Erdreich hat ihn zusätzlich zwischen Verbau und Erdreich eingeklemmt. Die zuerst eintreffenden Einheiten leiteten erste Rettungsmaßnahmen ein und hatten den Stahlverbau mittels DLK angeschlagen, um Gewicht vom Patienten zu nehmen.

Nach unserem Eintreffen sicherten wir die Baugrube mit Bodenplatten, um weiteres Abrutschen des Bodens zum Patienten zu verhindern. Anschließend wurden Rettungsbretter seitlich vom Patienten abgelassen und gesichert, um ihn vor den Bodenmassen zu schützen. Nach 1 Std. intensiver Rettungsarbeiten, konnte der Arbeiter gerettet und an den vor Ort befindlichen Notarzt übergeben werden. Insgesamt waren wir inkl. Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft rund 2,5 Std. im Einsatz.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dominick Waldeck.

In den Abendstunden am Donnerstag, den 28.04.22 wurde die FF Eppendorf in den Stadtteil Veddel alarmiert. Einsatzkräfte der FuRW 34 und die FF Wilhelmsburg waren bereits vor Ort und hatten den Kran samt AB-Kran mit Arbeitskorb und die FF Eppendorf mit leistungsstarken Kettensägen nachgefordert. Es handelte sich um eine ca. 24m hohe, doppelstämmige morsche Weide in einem Innenhof mit einem Stammdurchmesser von ungefähr 88cm, welche auf 2 Gebäudehälften eines fünfgeschossigen Wohnhauses zu fallen drohte.

Eine geeignete Zuwegung für Hubrettungsfahrzeuge war vor Ort nicht gegeben. Kurze Zeit nach unserem Eintreffen, brach während der Erkundung unter massiven Knackgeräuschen eine Stammhälfte ab und fiel in den Hintergarten. Die 2. Stammhälfte von ebenfalls ca. 22m Länge war an das Dach gelehnt. Aufgrund der Gefahr des unkontrollierten Abrutschens wurde zur dachseitigen Erkundung und Klärung der weiteren Maßnahmen der Arbeitskorb des AB-Kran mittels des Kranes in Stellung gebracht und die Einsatzstelle mittels LIMA/GA großflächig ausgeleuchtet.

Danach wurden durch den Einsatz von Kettensägen mit langer Sägeschiene unter größter Vorsicht diverse Entlastungs- und Trennschnitte durchgeführt. Da diese Stammhälfte unter intensiver Spannung stand wurden die Sägemaßnahmen über längere Zeit durchgeführt und konnten ohne strukturelle Schäden am Gebäude beendet werden. Die Gefahr wurde beseitigt. Nach Rückkehr am Feuerwehrhaus erfolgten noch Reinigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Sägen. Insgesamt waren wir ehrenamtlich über 4 Std. im Einsatz.

 

 

 

Bilder FPH.

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning