Kurz nach Mitternacht am Mittwoch, den 06.04.2022 wurde die FF Eppendorf zur Unterstützung zu einem Großfeuer nach Hamburg-Bahrenfeld alarmiert. Es wurde 5. Alarm ausgelöst! Auf einem Freigelände brannten auf ca. 1000 m² diverse Stapel mit Holzpalletten. Das Feuer hatte zudem auf einen angrenzenden Lagerhallenkomplex übergegriffen und breitete sich weiter aus. Es handelte sich um eine verschachtelte Bauweise.

Unser Einsatzauftrag bestand darin mit unseren leistungsstarken Motortrennschleifern das Wellblech einer Hallenfassade großflächig aufzutrennen, um hier für eine angemessene taktische Ventilation zu sorgen und auf mögliche Glutnester zu kontrollieren. Hierzu kamen mehrere Atemschutztrupps und auch das Rettungsschnellbaugerüst als sichere Arbeitsebene zum Einsatz. Zudem erkundeten unsere Atemschutztrupps mit Wärmebildkamera die Lagerhalle auf mögliche weitere Gefahrenquellen und unterstützten bei der Brandbekämpfung über eine Drehleiter.

Wir waren mit allen drei Fahrzeugen samt LIMA und 16 Einsatzkräften vor Ort und die ganze Nacht über im Einsatz. Erst morgens um kurz vor 06:00 Uhr waren wir wieder am FWH einsatzbereit.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FPH.

Hier der offizielle Pressebericht der FW Hamburg: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/5191049

Pressebericht der FF Hamburg: https://www.feuerwehr-hamburg.de/2022/04/feu5-grossbrand-von-palettenlager-und-lagerhalle-in-bahrenfeld/

Am Sonntagnachmittag, den 13.03.2022 gegen 14:45 Uhr wurde der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf zu Abstützmaßnahmen in den Stadtteil Poppenbüttel alarmiert. Die FF Poppenbuettel war bereits vor Ort, hatte die FF Eppendorf und Rüstholz für Abstützmaßnahmen eines Fenstersturzes nachgefordert. Ebenso rückte der BERF Alstertal mit an.

Vor Ort drohte ein gemauerter Fenstersturz des Verblendmauerwerks mit einem Gewicht von ca. 80kg im 1. OG eines Einzelhauses in ca. 5,75 m Höhe abzustürzen. Nach intensiver Erkundung und Aufmaß wurden für die weiteren Abstützmaßnahmen verschiedene Rüstholzer benötigt. Ein Holzzuschnittplatz und ein Technikpool wurden eingerichtet.

Nach Eintreffen des Rüstholzes wurde durch das Team der FF Eppendorf dieses mittels Handkreissäge und Kettensäge zugesägt, ein doppelter Unterzug konstruiert, danach lotrecht in die Öffnung synchron von 2 Seiten über tragbare Leitern eingebracht und mittels Akkuschrauber verschraubt. Für die Dauer der Maßnahmen wurde der obere Unterzug zusätzlich durch eine Teleskopstange mit Aufsatz gesichert. Anschließend wurden 2 Schrägabstützungen mit Kanthölzern in 5 m-Längen zwecks Sicherung der Unterzüge samt Widerlager errichtet.

Die Gefahr wurde beseitigt. Die Maßnahmen vor Ort dauerten längere Zeit. Die Einsatzstelle wurde abschließend an den Eigentümer zur weiteren Bearbeitung durch eine Fachfirma übergeben. Am frühen Abend nach knapp viereinhalbstündiger Einsatzdauer waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und instandgesetzt und der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf war wieder uneingeschränkt einsatzbereit.

In den frühen Morgenstunden am Donnerstag, den 17.02.202erreichte Orkantief "Ylenia" die Hansestadt Hamburg. Die Windspitzen erreichten in schweren Sturmböen Windgeschwindigkeiten um Windstärke 11 Bft.. Durch die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde der Betriebszustand Ausnahme ausgerufen. Am Freitagabend des 18.02.22 folgte das Orkantief "Zeynep", sowie Orkantief "Antonia" am Sonntagabend, den 20.02.22. Die FF Eppendorf musste bis zum Donnerstagnachmittag, den 24.02.22 an 6 von 8 Tagen in der Folge zu insgesamt 22 längeren und komplizierten Einsätzen ausrücken.

Da ein Fahrzeug samt LIMA wegen TüV nicht einsatzsatzbereit war, konnten wir nur zwei Fahrzeuge mit insgesamt 15 Einsatzkräften besetzen und für entsprechende besondere Hilfeleistungen oder Fachberatung eingesetzt werden. Hauptsächlich galt es komplizierte, umgestürzte Bäume mit technischem Gerät anzuschlagen, zu sichern, abzutragen oder zu fällen. Es wurden auch mehrere Dächer und Flachdächer mittels Dachlatten und Planen umfangreich gesichert.

Die Einheit wurde dazu von diversen FF, Zugführern und Führungsdiensten (BERF) und Einsatzführungsdiensten B nachgefordert. Danke allen Einheiten für die gute Zusammenarbeit!

Wir waren exemplarisch am 20.02.22 gemeinsam mit den Kräften der TuUW, wie dem TMF53 und dem AB-Holz-Rüstmaterial, sowie der SEGH (Höhenretter) und dem ZF 11 über 8,5 Std. mit der Sicherung von ca. 220m² Flachdach eines 12-geschossigen Bürohauses in der Altstadt eingesetzt.

Insgesamt war das Team der FF Eppendorf mit längeren Unterbrechungen und umfangreichem Personaltausch an den o.g. Tagen knapp 45 Std. ehrenamtlich für Hamburg im Einsatz!

 

In den frühen Abendstunden am Samstag, den 29.01.2022 erreichte Orkantief „Nadia“ die Hansestadt Hamburg. Die Windspitzen erreichten in schweren Sturmböen Windgeschwindigkeiten um 109km/h (Windstärke 11). Durch die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde der Betriebszustand Ausnahme ausgerufen. Die FF Eppendorf musste bis Sonntagnachmittag zu insgesamt 9 längeren wetterbedingten, komplizierten Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken. Da ein Fahrzeug aus technischen Gründen (TÜV) nicht einsatzbereit war, konnten wir nur zwei Fahrzeuge samt LIMA mit insgesamt 14 Einsatzkräften besetzen und für entsprechende besondere Hilfeleistungen eingesetzt werden. Schwerpunkt der Einsätze stellten komplizierte umgestürzte Bäume ohne Zuwegung für Hubrettungsfahrzeuge oder den Kran, geneigte Bäume mit freiliegenden Wurzelteller, welche akut auf Gebäude zu fallen drohten oder bereits gefallen waren bzw. zu fallende Dächer, dar. Wir wurden oft wegen fehlender, natürlicher Festpunkte mit Greifzügen und Erdanker(n) angefordert. Es wurden durch unsere Einsatzkräfte Fachberatungen durchgeführt und spezielles technisches Gerät wie u.a. 3,2t-Greifzug mit Umlenkrolle, sowie Seilwinden bis 8t-Zugkraft eingesetzt. Wir wurden von der FF Lokstedt in den Stadtteil Bahrenfeld, der FF Sasel nach Hummelsbüttel, der FF Alsterdorf nach Barmbek-Nord, der FF Bramfeld nach Bramfeld, der FF Winterhude nach Uhlenhorst, der FF Niendorf und dem Bereichsführer Alstertal nach Niendorf, sowie von der FuRW11 – Innenstadt nach St. Pauli nachgefordert. Danke allen Einheiten für die gute Zusammenarbeit!

Insgesamt war das Team der FF Eppendorf mit längeren Unterbrechungen und Personaltausch in den

24 Std. an beiden Tagen knapp 18 Std. ehrenamtlich für Hamburg im Einsatz!

 
 

Am frühen Sonntagabend, den 02.01.22 wurde der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf gemeinsam mit dem Bereichsführer Nord nach vereinzelten Sturmböen in den Stadtteil Langenhorn alarmiert. Die FF Langenhorn-Nord und die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Alsterdorf waren bereits vor Ort und hatten aufgrund der schwierigen Lage des Baumes die FF Eppendorf zur fachlichen Einschätzung, sowie dem Abtragen und weiteren Sicherung, nachgefordert. Es handelte sich um eine ca. 25m hohe Stieleiche mit einem Stammdurchmesser von max. 85cm in Schräglage, welche sich in Hanglage am Bahndamm befand und auf das danebenstehende Feuerwehrhaus der FF Langenhorn-Nord zu fallen drohte.  Aufgrund der anhaltenden Regenfälle und dem aufgeweichten Boden der letzten Tage war die Standfestigkeit gefährdet. Die Betriebslenkung der Hamburger Hochbahn wurde nachgefordert. Der Zugverkehr auf der Strecke wurde auf Schrittgeschwindigkeit reduziert.

Die Problematik bestand darin, dass die Astabschnitte nicht frei fallen konnten. Durch den Einsatz von Akku- und Kettensägen über den Korb der DLK wurde die Krone zeitintensiv entastet, um keine Schäden am Feuerwehrhaus zu verursachen. Dabei kamen 4 speziell ausgebildete Sägenführer zum Einsatz. Teile des Hauptstammes wurden sukzessive bis auf ca. 7m Höhe abgetragen und danach mittels Stammsicherung über Anschlagmittel gesichert. Zur großflächigen Ausleuchtung der Einsatzstelle wurde der LIMA/GA mit 7000W eingesetzt. Die Gefahr wurde beseitigt. Die Einsatzstelle wurde für Restarbeiten der Hamburger Hochbahn übergeben. Die FF Eppendorf war mit 21 Einsatzkräften im Einsatz. Nach Rückkehr am Feuerwehrhaus folgten umfangreiche Reinigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Insgesamt waren wir ehrenamtlich ca. 5,5 Std. im Einsatz.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von T. Knoop, Bild Hamburg.

 

Am Donnerstag, den 23.12.2021 kam es, wenige Stunden nach dem ersten
Großbrand des Clubheimes, in den frühen Morgenstunden gegen kurz vor 03:00 Uhr
zu einem Großbrand eines Einzelhauses mit angeschlossenem Anbau im Stadtteil
Langenhorn. Das Gebäude stand im Vollbrand und war über den eingeschossigen
Anbau mit dem Nachbargebäude verbunden, so dass sich das Feuer dorthin unter
dem Flachdach ausbreiten konnte. Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte
wurde die Alarmstufe auf Feuer 2. Alarm erhöht. Wenig später wurde der Technische
Zug der FF Eppendorf vom Einsatzführungsdienst Ost zur großflächigen Aufnahme
des Flachdaches mit Rettungssägen und Trennschleifern nachgefordert. Wir waren
mit allen Fahrzeugen samt LIMA mit 16 Einsatzkräften ausgerückt.
Unser Einsatzauftrag war eine Dachhautöffnung des Flachdaches in Form von
Wellblech mit darunter liegenden Bitumenbahnen und Holzbalkendecke.
Wir waren hier sukzessive mit 6 Atemschutzgeräteträgern tätig und haben einen Rauchgas- und
Wärmeabzug mittels eines intensiven Einsatzes von Motorgeräten herbeigeführt.
Insgesamt wurden durch unsere Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz ca. 10m²
mehrschichtige Dachkonstruktion geöffnet. Die Maßnahmen haben gegriffen und wir
konnten nach ca. 3 Std. einrücken. Gegen kurz vor 08:00 Uhr nach über 4 Std.
Einsatzdauer waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und instandgesetzt und
die FF Eppendorf wieder uneingeschränkt einsatzbereit.
Pressebericht: www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/510652

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Blaulichtnews.

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning