Am Ostermontag, den 05.04.2021 war nach aufkommenden Windböen eines Sturmfeldes mit einer Stärke von bis zu 80km/h im Stadtteil Groß Borstel eine große Birke mit einem Stammdurchmesser von ca. 85cm und einer Länge von rund 18m auf ein Endreihenhaus gestürzt. Es waren mehrere Löcher im Dach.
 
Die FF Eppendorf wurden mit dem gesamten Technischen Zug durch die BF Alsterdorf mit Spezialgerät und zur fachlichen Unterstützung bei den Sicherungsmaßnahmen nachgefordert. Aufgrund der Tatsache, dass die Windböen lt. des DWD noch mind. 7 Std. andauern sollten, und aufgrund des Feiertages eine Fachfirma nicht verfügbar war, mussten wir vor Ort mit unseren Einsatzkräften zeitintensive Säge- und Sicherungsmaßnahmen durchführen.
 
Hierzu wurde die Höhenrettungsgruppe der FuRW23 nachgefordert. Nach Eintreffen dieser wurden die erkundeten Maßnahmen über zwei Einsatzabschnitte umgesetzt. Die Höhenretter konnten unsere Einsatzkräfte entsprechend sichern, so dass wir unsere Sägearbeiten vernünftig durchführen konnten.
 
Wir waren mit insgesamt 16 Mann vor Ort und erst nach knapp 4 Std. wieder mit allen Fahrzeugen zurück. Am Folgetag, Dienstag, den 06.04.2021 wurden wir am späten Vormittag zu einem gemeldeten Verkehrsunfall zwischen PKW und Bus in den Stadtteil Langenhorn alarmiert. Dieser wurde jedoch lagebedingt entgegen der ersten Meldung zügig durch die Einsatzkräfte der BF Alsterdorf und FF Fuhlsbüttel abgearbeitet.
 
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Bilder mit freundlicher Genehmigung von T. Knoop.
 

Am Samstagnachmittag (27.03.2021) wurde die FF Eppendorf mit dem gesamten Technischen Zug zusammen mit Kräften der FuRW Alsterdorf in den Stadtteil Eppendorf alarmiert. Es waren zuvor mehrere Teile der Fassade eines viergeschossigen Altbaus abgebrochen und abgestürzt. Wir waren mit 16 Einsatzkräften vor Ort um personal- und materialintensiv ein Notdach im Außenbereich des Hauseingangs als Sicherungsmaßnahme zu errichten. Hierzu wurden nach intensiver Erkundung zusätzlich der AB-Rüstholz der TuUW32, ein Bau- und Prüfstatiker und Einsatzführungsdienst West (B-Dienst) nachgefordert.

Wir haben vor Ort einen Holzzuschnittplatz und einen Technikpool für das Gerätemanagement eingerichtet. Neben dem Rissmanagement wurde danach mit diversen Elektrogeräten als auch einem Druckluftnagler und Steck- bzw. Multifunktionsleitern ein provisorisches Vordach samt solidem Untergestell aus Kanthölzern und Holzplatten  erstellt. Nach ca. 2 Std. intensiver Holzarbeiten konnte die Einsatzstelle verlassen werden. Insgesamt waren wir inkl. Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft rund 4,5 Std. im Einsatz.
 
Bilder mit freundlicher Genehmigung von:
 
- Sebastian Peters (www.blaulicht-news.de)
- Marius Röer (Hamburger Morgenpost)
- FPH
 
 
 
 

Der Technische Zug verfügt im Idealfall über eine Förderleistung mittels E-Tauchpumpen von ca. 6000l/min. Dieses nutzen wir bei Einsatzlagen zur großflächigen Bewältigung von Wassermengen nach Unwettern, Überflutungen durch Hochwasser bzw. Schneeschmelze oder defekte Sprinkler bzw. Wasserrohrbrüchen nach einer Frostperiode. Die vorgehaltenen Elektrotauchpumpen werden lageabhängig von den örtlichen Faktoren wie Zuwegungen, Rüstzeit, Förderhöhe, Lenzvolumen und Ressourcenbedarf eingesetzt. Dabei sieht das einsatzstrategische Ausstattungskonzept im Vergleich mit der Ausstattung der HLF der BF und anderer FF, sowie der Technik- und Umweltschutzwache mit Großtauchpumpen eine einsatztaktische Zwischengröße in Sachen Förderleistung bei den Technischen Zügen der Wehren Warwisch und Eppendorf vor.

Dem vorhandenen 28-kVA Lichtmast- und Generatorenanhänger kommt dabei eine entscheidende Rolle als Energieversorger zu. Eine kurze Rüstzeit der E-Tauchpumpen, Fachpersonal mit z.T. über 80 Std. Fachausbildung in Pumpenkunde, Strömungslehre und Bodenmechanik sind vorhanden. Eine einsatztaktische Teilung des Zuges bei entsprechenden Einsatzlagen in bis zu drei schlagkräftige Teileinheiten ist möglich.

In der Vergangenheit konnten wir oft sehr effektiv Einheiten der Löschzüge, anderer FF und auch Technik- und Umweltschutzwache unterstützen oder auch diese herauslösen, damit diese Einheiten neue Einsätze übernehmen oder eine Sicherstellung des Schutzzieles wahrnehmen konnten.

Dabei lag der gemeinsame bisherige Rekord bei einer Fördermenge von über 2.000.000 l Wasser aus einem Großkeller eines Textilhauses. Hierbei waren beide Technische Züge der Wehren Warwisch und Eppendorf als auch die Pumpenkomponente der TuUW32 eingesetzt.

Als mögliche taktische Ergänzung stehen uns zudem ggf. noch eine Tragkraftspritze und Fahrzeugpumpe zur Verfügung.

 

Am Freitag, den 29.01.2021 war die FF Eppendorf zeitintensiv beim Vollbrand eines Bootshauses (Feuer 2. Alarm) im Stadtteil Fuhlsbüttel eingesetzt. Das eingeschossige Bootshaus mit den Abmessungen von 20x40m brannte in ganzer Ausdehnung. Wir haben im weiteren Verlauf mit mehreren Trupps unter Atemschutz die Löscharbeiten unterstützt, sowie Einsatzstelle mit dem Lichtmastanhänger großflächig blendfrei ausgeleuchtet.
 
An der Einsatzstelle kam es zu einer starken Rauchentwicklung begleitet von einem starken Flammenschlag. Es wurde von den Einsatzkräften eine massive Brandbekämpfung im Außenangriff und Riegelstellung zu Nachbarobjekten über mehrere Seiten und 2 Drehleitern mittels bis zu 4 B- und 2 C-Rohren vorgetragen.
 
Die weitere Brandausbreitung auf ein Restaurant und ein Nachbargebäude konnte erfolgreich gestoppt werden. Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Ein nachgeforderter 14t-Bagger vom THW-Wandsbek unterstützte diese Maßnahmen. Gegen 07:30 Uhr morgens nach über 6 Std. Einsatzdauer waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und instandgesetzt, und die FF Eppendorf wieder uneingeschränkt einsatzbereit.
 
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Hendrik Lang, D. Waldeck.
 

Für bestimmte technische Einsatzlagen, wie z.B. die Bergung von LKW oder umgestürzter Anhänger und Nutzfahrzeuge verfügt der Technische Zug aktuell über zwei fahrzeuggebundene Seilwinden. Insbesondere bei LKW und / oder deren Anhänger, welche sich festgefahren haben oder beispielsweise eingesackt sind, bzw. in Schräglage sind, kommen diese je nach Lage und Untergrund zum Einsatz. Zudem werden die Seilwinden bei Sturmeinsätzen zum Umziehen von Bäumen oder Stämmen, sowie größerer Äste eingesetzt.

Der GKW 1 verfügt über eine eingebaute hydraulische Seilwinde des GKW I (Zugkraft im direkten Zug: 50 kN (5 t), umgelenkt z.B. über Heck: 100 kN (10 t). Der GW-Rüst 3 verfügt über eine eingebaute Seilwinde (Zugkraft im direkten Zug: 80 kN (8 t).

Zusätzlich ist auf den Fahrzeugen entsprechendes Zubehör verlastet. Dazu zählen u.a. umfangreiche Anschlagmittel in Form von Rundschlingen und textilen Hebebändern bis zu einer Vergütung von 10 t und 20 m Umfang, sowie Umlenkrollen bis 6,4 t (mobil) bzw. 10 t (fahrzeuggebunden), Drahtseile, Seilwindenkeile, Anschlagketten, Anschlagstücke und diverse Schäkel.

Die Seilwindenzugkraft des GKW 1 ist aktuell mit Ausnahme des Feuerwehrkran Liebherr LTM 1060/2 der Technik- und Umweltwache das leistungsstärkste Zugmittel bei der Feuerwehr Hamburg, mit Stand des heutigen Tages, wenngleich im indirekten Zug. Als mögliche taktische Ergänzung stehen uns zudem ggf. noch Mehrzweckzüge mit Umlenkrollen bis 6,4 t zur Verfügung.

      

      

Einsatzbilder mit freundlicher Genehmigung von Christoph Leimig, FPH.

 

Leistungsübersicht Seilwinden:

GKW 1

Hersteller / Typ: HPC hydraulische Seilwinde mit Seilwickler
Max. Zugkraft Front (dynamisch): 50 kN
Max. Zugkraft Heck (dynamisch): 100 kN
Max. Haltekraft Front (statisch): 50 kN
Max. Haltekraft Heck (statisch): 100 kN
Nutzbare Seillänge: 60 m
Seildurchmesser: 14 mm
Mindestbruchlast Seil: 172 kN

GW-Rüst 3

Hersteller / Typ: Rotzler Treibmatic
Max. Zugkraft Front (dynamisch): 80 kN
Max. Zugkraft Heck (dynamisch): N/A
Max. Haltekraft Front (statisch): 96 kN
Max. Haltekraft Heck (statisch): N/A
Nutzbare Seillänge: 60 m
Seildurchmesser: 16 mm
Mindestbruchlast Seil: 220 kN

 

Am Samstag, den 06.06.2020 war der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf zeitintensiv bei einem ausgedehnten Dachstuhlbrand (Feuer 3. Alarm) im Stadtteil Altona gebunden. Es brannten Teile eines Flachdaches eines viergeschossigen Bürogebäudes einer ehemaligen Brauerei. Wir waren über mehrere Stunden ab dem frühen Morgen mit insgesamt 16 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen samt Lichtmastanhänger an der Einsatzstelle um mit mehreren Atemschutzgeräteträgern, gesichert durch die SEG-Höhenrettung über Toprope-Sicherungen vom TMF53, auf dem Dach diverse Dachhautöffnungen zur taktischen Ventilation mittels Rettungssägen durchzuführen. Die Arbeiten gestalteten sich aufgrund der Dachkonstruktion als zeitintensiv und materialintensiv. Das Flachdach wurde insgesamt auf ca. 60m² aufgenommen.

Gegen kurz vor fünf morgens wurde das Feuer gemeldet. An der Einsatzstelle gab es im Dachbereich des Brandobjektes eine starke Rauchentwicklung begleitet von einem teilweise starken Flammenschlag. Es wurde eine massive Brandbekämpfung im kombinierten Innen- und Außenangriff über mehrere Zugänge und Hubrettungsfahrzeuge mittels bis zu 6 C-Rohren vorgetragen. 


Die weitere Brandausbreitung wurde gestoppt. Intensive Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten über längere Zeit. Bereits an der Einsatzstelle begannen erste Hygienemaßnahmen für unsere Einsatzkräfte. Im weiteren Verlauf sind alle unsere eingesetzten Atemschutzgeräteträger zum Duschen an die Feuer- und Rettungswache Alsterdorf gefahren. Gegen Mittag waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und Instand gesetzt, und die Einheit uneingeschränkt einsatzbereit.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Peters.

 

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning