Hamburg, Sturmtief Sabine, 09.-11.02.2020

In den frühen Abendstunden am Sonntag, den 09.02.2020 erreichte Orkantief „Sabine“ die Hansestadt Hamburg. Die Windspitzen erreichten in schweren Sturmböen Windgeschwindigkeiten um 93km/h (Windstärke 10 Bft.). Am späten Nachmittag wurde durch die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg der Betriebszustand Ausnahme ausgerufen. Dieser wurde erst am Dienstag, den 11.02.2020 wieder aufgehoben. Der Technische Zug der FF Eppendorf musste in der Folge an den Tagen vom 09.02. und 11.02.2020 zu insgesamt elf wetterbedingten Einsätzen ausrücken.  

Ab dem frühen Abend am Sonntag, den 09.02.2020 waren alle drei Fahrzeuge der Wehr samt LIMA-Anhänger mit insgesamt 28 Einsatzkräften besetzt und konnten für entsprechende Technische Hilfeleistungen im Stadtgebiet eingesetzt werden. Schwerpunkt der Einsätze, welche im Zugverband oder als Einzeleinsätze oder in Teileinheiten abgearbeitet wurden, stellten umgestürzte Bäume bzw. zu fallende Dachteile, dar. Es wurden durch unsere Einsatzkräfte Fachberatungen durchgeführt und spezielles technisches Gerät wie leistungsstarke Motorkettensägen mit 70cm langer Sägeschiene, 3,2t-Greifzug mit Umlenkrolle, Seilwinden bis 10t, das Schnellbaugerüst oder Stahlseile mit 60m Seillänge bzw. Seilwinden eingesetzt.

Einzelne besondere Einsätze sollen nachfolgend kurz dargestellt werden:

Sonntag, 09.02.2020
Im Stadtteil Blankenese war eine große Linde mit einem Stammdurchmesser von über 90cm quer über die gesamte Straße gestürzt. Wir wurden durch die vor Ort befindliche FF Nienstedten mit leistungsstarker Kettensäge und langer Sägeschiene nachgefordert. Wenig später mussten wir am Fuße des Süllbergs, ebenfalls in Blankenese, den Hauptstamm einer umgestürzten Kastanie mit knapp 1,50m Stammdurchmesser zersägen, welche zuvor Teile eines Wohnhauses massiv beschädigt hatte. Hier waren der BERF Altona und die FF Nienstedten vor Ort und forderten den GWR3 mit leistungsstarker Kettensäge und langer Sägeschiene sowie einen Fachberater vom THW nach. Beide Einsatzstellen dauerten über mehrere Stunden an. Nach einer Pause mussten wir schließlich noch in den Stadtteil Eimsbüttel um die anwesende FF Lokstedt und eine DLK bei einem beschädigten Dach eines Mehrfamilienhauses zu unterstützen. Die Einsatzkräfte des Technischen Zuges Eppendorf waren erst nach Mitternacht wieder mit allen Fahrzeugen zurück in der Wache um nach intensiver Reinigung und Instandsetzung von eingesetzten Motorsägen und weiteren Einsatzgeräten, wieder für den nächsten Tag uneingeschränkt einsatzbereit zu sein.

Montag, 10.02.2020
Ab Montagmorgen waren wir erneut mit 18 Mann und ebenfalls allen Fahrzeugen im Einsatz. Wir mussten im Tagesverlauf vier Einsätze abarbeiten. Auch hier forderten uns zwei Baumeinsätze. Ab den Mittagstunden wurden wir durch die vor Ort befindliche FF Bramfeld mit dem gesamten TZ in den Stadtteil Wandsbek alarmiert. Eine ca. 25m hohe Blautanne drohte auf zwei Wohnhäuser zu fallen. Der Wurzelteller lag frei. Der Baum war bereits kompliziert in einen anderen Baum gefallen. Es bestand akute Gefahr. Ebenfalls wurde das 53m-TMF der TuUW32 nachgefordert. Der Baum wurde im Kronenbereich mittels Kettensäge eingekürzt und mittels zweier Stahlseile über zwei Greifzüge zunächst angeschlagen, gesichert und danach umgezogen. Die Gefahr wurde beseitigt. Die personal- und materialintensiven Maßnahmen vor Ort dauerten u.a. aufgrund anhaltender schwerer Sturmböen ca. fünf Std. Wir waren erst am Abend wieder zurück im FWH.

Dienstag, 11.02.2020
Auch hier standen wir mit 17 Einsatzkräften am Tage bereit. Wir wurden ab dem Vormittag sowohl mit allen Fahrzeugen gemeinsam als auch zu Einzeleinsätzen alarmiert. Bei zwei Einsatzstellen drohten Dachteile zu fallen. In beiden Fällen mussten wir eine DLK nachfordern. Bei zwei weiteren handelte es sich um längere Baumeinsätze.

Gegen Mittag wurden wir in den Stadtteil Groß Flottbek nachalarmiert. Es drohte eine Tanne auf zwei Gebäude zu stürzen. Eine Aufstellmöglichkeit für DLK/ TMF war nicht gegeben. Die Zuwegung war schwierig. Der Wurzelteller war je nach Winddruck in deutlicher Bewegung, der Baum war in deutlicher Schräglage zum Gebäude. Es bestand akute Gefahr aufgrund der aktuellen Wettersituation. Der zuvor alarmierte FF Groß Flottbek hatte uns mit Greifzügen und weiteren Geräten nachgefordert. Der Baum wurde mittels 60m-Stahlseil über den Greifzug zunächst angeschlagen und gesichert und danach sukzessive durch unsere Fachkräfte komplett gefällt. Die Gefahr wurde beseitigt. Die personal-und materialintensiven Maßnahmen vor Ort dauerten längere Zeit.

Am späten Nachmittag war es dann endlich geschafft, sämtliche Einsatzgeräte waren wieder gereinigt und instandgesetzt, und der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf war wieder uneingeschränkt einsatzbereit.

Insgesamt waren die ehrenamtlichen Helfer der FF Eppendorf knapp abschnittsweise mit längeren Unterbrechungen an den drei Tage knapp 24 Stunden (insb. an Werktagen) zur Hilfeleistung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt im Einsatz!

      

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

Hamburg-Altona, Feuer im Keller, 20.01.2020

Am vergangenen Montagabend wurde die FF Eppendorf zur technischen Unterstützung bei der taktischen Ventilation der anwesenden Einsatzkräfte zu einem Kellerbrand einhergehend mit einer starken Rauchentwicklung in einem grösseren Wohnkomplex in den Stadtteil Altona nachgefordert. Zuvor war von der Einsatzstelle durch den Einsatzleiter "Feuer 3. Alarm" ausgelöst worden.

Unsere Aufgabe bestand vor Ort darin die Entrauchung durch mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz die Be- und Entlüftung des besonders weitläufigen und verwinkelten Kellergeschosses, mittels eines speziellen Be- und Entlüftungsgeräten mit einem dazugehörigen flexiblen Schlauchsystem vorzunehmen.

Das bei der FF Eppendorf vorgehaltende Belüftungsgerät ist explosionsgeschützt und verfügt über modulares Schlauchsystem. Diese eignet sich zusammengekoppelt aufgrund seiner enormen Distanzlänge an diversen sog. antistatischen Saug- und Drucklutten für eine hohe Eindringtiefe bei Be- und Entlütungsmassnahmen in Gebäuden oder anderen Bauwerken. Je nach Lage, örtlicher Gegebenheit der Gebäudestruktur und weiterer Faktoren können bis zu einer Länge von ca. 90m entweder z.B. Rauchgase oder ä. gezielt abgesaugt oder Frischluft in einen Raum eingebracht werden. Das System wird elektrisch über unseren Lichtmast- und Generatorenanhänger betrieben.

Wir waren mit 16 Eppendorfer Einsatzkräften und allen Fahrzeugen samt LIMA an der Einsatzstelle. Letzterer wurde parallel auch zur großflächigen Ausleuchtung des Bereitstellungsraumes eingesetzt. 

Schlussendlich waren wir samt nachfolgender Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten am Feuerwehrhaus, ehrenamtlich insgesamt knapp 6 Stunden bis in die Nacht aktiv.

  

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Sebastian Peters, Blaulicht News.

Hamburg-Langenhorn, Feuer, 15.01.2020

Am vergangenen Mittwochabend unmittelbar nach Ende unseres Ausbildungsdienstes wurde die FF Eppendorf zur Unterstützung der anwesenden Einsatzkräfte zu einem Brand (Feuer 2. Alarm) eines eingeschossigen Wohngebäudes nachalarmiert.

Unsere Aufgabe bestand darin mittels 2 Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz Teile der Dachkonstruktion eines Flachdaches mittels spezieller Motorkettensägen und Trennschleifern zu öffnen, um an Glut- und Wärmenester zu gelangen und einen angemessenen Rauch- und Wärmeabzug zu gewährleisten.

Wir waren mit 19 Eppendorfer Einsatzkräften und allen Fahrzeugen samt LIMA an der Einsatzstelle. Im Nachgang des Brandeinsatzes haben wir beginnend an der Einsatzstelle mehrere Hygienemaßnahmen für die eingesetzten Einsatzkräfte durchgeführt. Im weiteren Verlauf haben u.a. mehrere Kameraden, welche unter Atemschutz eingesetzt waren an der FW Alsterdorf geduscht. 

Schlussendlich waren wir samt nachfolgender Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten von verschmutztem Einsatzgerät am Feuerwehrhaus, ehrenamtlich insgesamt knapp über 4 Stunden bis in die Nacht aktiv.

  

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning.

Was ist zu beachten, wenn es zu einem Einsatzszenario wie LKW-Brand oder schwerem LKW-Unfall auf der Bundesautobahn kommt? Aufgrund einer baulich bedingten Vollsperrung konnten die Einsatzkräfte am heutigen Tage im Rahmen einer fachspezifischen Begehung das Tunnelbauwerk Schnelsen unter fachlicher Führung angeschauen werden. 

Heute war der Technische Zug der FF Eppendorf zusammen mit weiteren Wehren aus dem Bereich zu Schulungszwecken zu Gast. Wir haben hier unter anderem die Fluchtwege, die technischen Einrichtungen und besondere Aufstellflächen, sowie Durch- und Anfahrtwege kennengelernt.

  

Hamburg-Eilbek, Verpuffung, 30.10.2019

Am Mittwoch ereignete sich in einem zweigeschossigen Gebäude eine starke Verpuffung. Hierdurch wurden Teile des Mauerwerkes in der Form beschädigt, sodass nach intensiver Erkundung eine deutliche Rissbildung an mehreren Stellen festzustellen war.

Daraufhin wurde von den vor Ort befindlichen Einsatzkräften der Feuer- u. Rettungswache Barmbek der Technische Zug der FF Eppendorf samt einem Statiker nachgefordert. Unsere Aufgabe bestand darin, die teilweise angewölbte Mauer zu sichern und entsprechend abzustützen. Hierzu wurde der Abrollbehälter Rüstholz der Technik- und Umweltschutzwache F32 nachalarmiert und durch den Technischen Zug vor Ort ein lokaler Technikpool für längere Einsatzdauer eingerichtet.

Nach entsprechender fortlaufender Risskontrolle und etwaiger intensiver Aufmassarbeiten, wurde nach Eintreffen des AB-Rüstholz ein Holzzuschnittplatz eingerichtet. Im weiteren Verlauf wurden nach Begutachtung durch einen Statiker zeit- & personalintensiv nacheinander durch den Technischen Zug Eppendorf insgesamt drei Abstützkonstruktionen zwecks Sicherungsmassnahmen verbaut. Neben zwei sogenannten Stützböcken, wurde ein Unterzug gesetzt. Insgesamt waren wir mit 18 Fachkräften vor Ort. Inklusive Nachrüstzeit und Reinigungsmassnahmen betrug die Einsatzdauer knapp 6 Stunden.

      

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

 

Hamburg-Eimsbüttel, Baum umgestürzt, 17.10.2019

Am Donnerstag, 17.10.2019 wurden wir erneut ungefähr fünf Stunden im Einsatz gefordert. Ein massiver Baum mit einer Länge von ca. 25m Länge und einem Stammumfang von ca. 1,30m war im Stadtteil Eimsbüttel auf mehrere parkende PKW gestürzt und hatte diese beschädigt. 

Die erstalarmierten Berufsfeuerwehrkräfte vor Ort forderten den Technischen Zug der FF Eppendorf mit leistungsstarken Kettensägen mit langer Schienenlänge zum Zersägen der großen Stammteile nach. Die größte Herausforderung bestand darin die Stammteile danach anzuheben. Wir wurden dabei durch ein nachgefordertes Wechselladerfahrzeug der Technik- und Umweltwache unterstützt.

      

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FFH.

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning
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