Am Donnerstag, den 30.06.2022 wurde die Technische Einheit der FF Eppendorf  gleich zu zwei Einsätzen nacheinander alarmiert.

Unser erster Einsatz fand zusammen mit unserer Partnerkomponente FF Warwisch, der Technik- 6 Umweltschutzwache und weiteren Kräften der Feuerwehr Hamburg statt. Am Vormittag drohte im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort ein Muldenkipper umzukippen. Kräfte und Mittel reichten aus, sodass wir auf dem Weg zum Einsatzort beidrehen konnten.

Während wir uns noch am Standort befanden und gerade wieder die Einsatzbereitschaft herstellen wollten, bekamen wir unsere 2. Alarmierung in den Stadtteil Bergstedt. Dieses Mal mit dem Stichwort "LKW hat Glasdach angefahren, größere Teile der Dachkonstruktion drohen zu fallen".

Vor Ort waren schon Kräfte der FuRW24 aus Sasel und hatten uns zwecks Abstützmaßnahmen nachgefordert und die Einsatzstelle abgesichert. Nach unserem Eintreffen an der Einsatzstelle wurden wir vom Einsatzleiter eingewiesen und übernahmen, nach Rücksprache vor Ort, die Einsatzstelle. Wir sicherten die Glas-Stahldachkonstruktion durch eine umfangreiche Holzabstützmaßnahme in gebundener Bauweise mittels Rüstholz. Ein Holzzuschnittplatz wurde eingerichtet. Wir waren mit allen Fahrzeugen samt Anhänger vor Ort. Nach 1,5 Std. intensiver Arbeit vor Ort konnten wir die Einsatzstelle sicher übergeben.

Insgesamt waren wir an diesem Tag nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, rund fünf Stunden ehrenamtlich im Einsatz.

Bilder: FPH.

Am Donnerstagvormittag, 16.05.2022 wurde die FF Eppendorf mit ihrer Technischen Einheit und weiteren Einsatzkräften der Feuerwehr Hamburg mit dem Einsatzstichwort THV "verschüttete Person" alarmiert. Gemeldet war ein Tiefbauunfall im Stadtteil Lemsahl-Mellingstedt.

Dort war ein Arbeiter in einer Tiefe von ca. 2,50m mit seinen Füßen unter einem Stahlverbau geraten. Nachrutschendes Erdreich hat ihn zusätzlich zwischen Verbau und Erdreich eingeklemmt. Die zuerst eintreffenden Einheiten leiteten erste Rettungsmaßnahmen ein und hatten den Stahlverbau mittels DLK angeschlagen, um Gewicht vom Patienten zu nehmen.

Nach unserem Eintreffen sicherten wir die Baugrube mit Bodenplatten, um weiteres Abrutschen des Bodens zum Patienten zu verhindern. Anschließend wurden Rettungsbretter seitlich vom Patienten abgelassen und gesichert, um ihn vor den Bodenmassen zu schützen. Nach 1 Std. intensiver Rettungsarbeiten, konnte der Arbeiter gerettet und an den vor Ort befindlichen Notarzt übergeben werden. Insgesamt waren wir inkl. Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft rund 2,5 Std. im Einsatz.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dominick Waldeck.

In den Abendstunden am Donnerstag, den 28.04.22 wurde die FF Eppendorf in den Stadtteil Veddel alarmiert. Einsatzkräfte der FuRW 34 und die FF Wilhelmsburg waren bereits vor Ort und hatten den Kran samt AB-Kran mit Arbeitskorb und die FF Eppendorf mit leistungsstarken Kettensägen nachgefordert. Es handelte sich um eine ca. 24m hohe, doppelstämmige morsche Weide in einem Innenhof mit einem Stammdurchmesser von ungefähr 88cm, welche auf 2 Gebäudehälften eines fünfgeschossigen Wohnhauses zu fallen drohte.

Eine geeignete Zuwegung für Hubrettungsfahrzeuge war vor Ort nicht gegeben. Kurze Zeit nach unserem Eintreffen, brach während der Erkundung unter massiven Knackgeräuschen eine Stammhälfte ab und fiel in den Hintergarten. Die 2. Stammhälfte von ebenfalls ca. 22m Länge war an das Dach gelehnt. Aufgrund der Gefahr des unkontrollierten Abrutschens wurde zur dachseitigen Erkundung und Klärung der weiteren Maßnahmen der Arbeitskorb des AB-Kran mittels des Kranes in Stellung gebracht und die Einsatzstelle mittels LIMA/GA großflächig ausgeleuchtet.

Danach wurden durch den Einsatz von Kettensägen mit langer Sägeschiene unter größter Vorsicht diverse Entlastungs- und Trennschnitte durchgeführt. Da diese Stammhälfte unter intensiver Spannung stand wurden die Sägemaßnahmen über längere Zeit durchgeführt und konnten ohne strukturelle Schäden am Gebäude beendet werden. Die Gefahr wurde beseitigt. Nach Rückkehr am Feuerwehrhaus erfolgten noch Reinigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Sägen. Insgesamt waren wir ehrenamtlich über 4 Std. im Einsatz.

 

 

 

Bilder FPH.

Kurz nach Mitternacht am Mittwoch, den 06.04.2022 wurde die FF Eppendorf zur Unterstützung zu einem Großfeuer nach Hamburg-Bahrenfeld alarmiert. Es wurde 5. Alarm ausgelöst! Auf einem Freigelände brannten auf ca. 1000 m² diverse Stapel mit Holzpalletten. Das Feuer hatte zudem auf einen angrenzenden Lagerhallenkomplex übergegriffen und breitete sich weiter aus. Es handelte sich um eine verschachtelte Bauweise.

Unser Einsatzauftrag bestand darin mit unseren leistungsstarken Motortrennschleifern das Wellblech einer Hallenfassade großflächig aufzutrennen, um hier für eine angemessene taktische Ventilation zu sorgen und auf mögliche Glutnester zu kontrollieren. Hierzu kamen mehrere Atemschutztrupps und auch das Rettungsschnellbaugerüst als sichere Arbeitsebene zum Einsatz. Zudem erkundeten unsere Atemschutztrupps mit Wärmebildkamera die Lagerhalle auf mögliche weitere Gefahrenquellen und unterstützten bei der Brandbekämpfung über eine Drehleiter.

Wir waren mit allen drei Fahrzeugen samt LIMA und 16 Einsatzkräften vor Ort und die ganze Nacht über im Einsatz. Erst morgens um kurz vor 06:00 Uhr waren wir wieder am FWH einsatzbereit.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von FPH.

Hier der offizielle Pressebericht der FW Hamburg: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/82522/5191049

Pressebericht der FF Hamburg: https://www.feuerwehr-hamburg.de/2022/04/feu5-grossbrand-von-palettenlager-und-lagerhalle-in-bahrenfeld/

Am Sonntagnachmittag, den 13.03.2022 gegen 14:45 Uhr wurde der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf zu Abstützmaßnahmen in den Stadtteil Poppenbüttel alarmiert. Die FF Poppenbuettel war bereits vor Ort, hatte die FF Eppendorf und Rüstholz für Abstützmaßnahmen eines Fenstersturzes nachgefordert. Ebenso rückte der BERF Alstertal mit an.

Vor Ort drohte ein gemauerter Fenstersturz des Verblendmauerwerks mit einem Gewicht von ca. 80kg im 1. OG eines Einzelhauses in ca. 5,75 m Höhe abzustürzen. Nach intensiver Erkundung und Aufmaß wurden für die weiteren Abstützmaßnahmen verschiedene Rüstholzer benötigt. Ein Holzzuschnittplatz und ein Technikpool wurden eingerichtet.

Nach Eintreffen des Rüstholzes wurde durch das Team der FF Eppendorf dieses mittels Handkreissäge und Kettensäge zugesägt, ein doppelter Unterzug konstruiert, danach lotrecht in die Öffnung synchron von 2 Seiten über tragbare Leitern eingebracht und mittels Akkuschrauber verschraubt. Für die Dauer der Maßnahmen wurde der obere Unterzug zusätzlich durch eine Teleskopstange mit Aufsatz gesichert. Anschließend wurden 2 Schrägabstützungen mit Kanthölzern in 5 m-Längen zwecks Sicherung der Unterzüge samt Widerlager errichtet.

Die Gefahr wurde beseitigt. Die Maßnahmen vor Ort dauerten längere Zeit. Die Einsatzstelle wurde abschließend an den Eigentümer zur weiteren Bearbeitung durch eine Fachfirma übergeben. Am frühen Abend nach knapp viereinhalbstündiger Einsatzdauer waren sämtliche Einsatzgeräte wieder gereinigt und instandgesetzt und der gesamte Technische Zug der FF Eppendorf war wieder uneingeschränkt einsatzbereit.

In den frühen Morgenstunden am Donnerstag, den 17.02.202erreichte Orkantief "Ylenia" die Hansestadt Hamburg. Die Windspitzen erreichten in schweren Sturmböen Windgeschwindigkeiten um Windstärke 11 Bft.. Durch die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde der Betriebszustand Ausnahme ausgerufen. Am Freitagabend des 18.02.22 folgte das Orkantief "Zeynep", sowie Orkantief "Antonia" am Sonntagabend, den 20.02.22. Die FF Eppendorf musste bis zum Donnerstagnachmittag, den 24.02.22 an 6 von 8 Tagen in der Folge zu insgesamt 22 längeren und komplizierten Einsätzen ausrücken.

Da ein Fahrzeug samt LIMA wegen TüV nicht einsatzsatzbereit war, konnten wir nur zwei Fahrzeuge mit insgesamt 15 Einsatzkräften besetzen und für entsprechende besondere Hilfeleistungen oder Fachberatung eingesetzt werden. Hauptsächlich galt es komplizierte, umgestürzte Bäume mit technischem Gerät anzuschlagen, zu sichern, abzutragen oder zu fällen. Es wurden auch mehrere Dächer und Flachdächer mittels Dachlatten und Planen umfangreich gesichert.

Die Einheit wurde dazu von diversen FF, Zugführern und Führungsdiensten (BERF) und Einsatzführungsdiensten B nachgefordert. Danke allen Einheiten für die gute Zusammenarbeit!

Wir waren exemplarisch am 20.02.22 gemeinsam mit den Kräften der TuUW, wie dem TMF53 und dem AB-Holz-Rüstmaterial, sowie der SEGH (Höhenretter) und dem ZF 11 über 8,5 Std. mit der Sicherung von ca. 220m² Flachdach eines 12-geschossigen Bürohauses in der Altstadt eingesetzt.

Insgesamt war das Team der FF Eppendorf mit längeren Unterbrechungen und umfangreichem Personaltausch an den o.g. Tagen knapp 45 Std. ehrenamtlich für Hamburg im Einsatz!

 

Titel-Banner mit freundlicher Genehmigung von Michael Arning